Die Tierretter

Logo

Im Jahr 2002 wurde der Tierschutz in Deutschland im Grundgesetz verankert. Seither ist der Schutz von Tieren, zumindest auf dem Papier, ein Staatsziel.
Die Realität sieht anders aus; ganz anders. Trotz Änderung des Grundgesetzes, einem Tierschutzgesetz, zahlreichen Verordnungen, Richtlinien und Gutachten, fristen in Deutschland Millionen Tiere unter erbärmlichsten Umständen ihr Dasein.
Überzüchtete Schweine, Puten und Hühner werden auf engstem Raum zusammengepfercht und in wenigen Lebensmonaten zur Schlachtreife gemästet. Wachteln, Kaninchen und Nerze werden in endlosen Käfigbatterien gehalten, während man Milchkühe so ankettet, dass sie sich noch nicht einmal mehr umdrehen können.
Auch in der privaten Tierhaltung gibt es massive Missstände. Vielfach werden Hunde ein Leben lang in kleinen Zwingern oder an einer Kette gehalten. Kleinsäuger, Vögel und zunehmend auch exotische Wildtiere leiden in unzähligen deutschen Wohnzimmern unter nicht artgerechten Haltungsbedingungen. Vielfach bezahlen sie die Ahnungslosigkeit und das Desinteresse ihrer Halter mit dem Leben.

Das Deutsche Tierschutzbüro hat es sich zur Aufgabe gemacht aktiv gegen diese Missstände vorzugehen. Wir informieren über die Bedürfnisse von Tieren, decken Tierquälerei auf und machen sie über die Medien öffentlich, um möglichst viele Menschen für den Tierschutz zu sensibilisieren. Denn nur so lässt sich Tierleid langfristig verhindern. Monat für Monat erreichen wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit zehntausende Menschen.

Wann immer es möglich ist, greifen die Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbüros auch ganz direkt ein, um Tierleben zu retten und Leid zu verhindern. Dabei ist es uns egal, ob es sich um einen Hund oder ein Schwein handelt. Für uns zählt jedes Tierleben.

tierretter__hund

Die Rettungen

Schweine aus Horror-Hof gerettet

Den Boden sieht man vor lauter Dreck nicht, es stinkt überall nach Kot und Verwesung, alle paar Meter findet man in den riesigen Müllbergen tote Tiere. Was wie eine Szene aus einem Horrorfilm klingt, war für Dutzende von Schweinen, Hunden und Enten Alltag. Ein Tier-Messie hielt über Jahre in diesem Elend seine Tiere. Dabei sah er sich sogar noch als Tierfreund, dem seine Tiere am Herzen liegen. Jedoch hat er nicht gemerkt, dass ihm das Ganze schon lange über den Kopf gewachsen ist und die Tiere leiden. Auf dem Horror-Hof wurden schon vor Jahren der Strom und das Wasser abgedreht, die Ställe sind baufällig. Das Futter für die Tiere haben Nachbarn geliefert, damit die Tiere nicht verhungern, doch es hat nicht gereicht. Bei unserem ersten Besuch auf dem Hof fanden wir mehrere tote Schweine, die einfach auf der Fensterbank eines Stalles hingelegt worden sind, ein Schwein hatte ein Messer im After. Andere Tiere waren am Sterben, kurzerhand nahmen wir ein Schwein mit, das gerade von Ratten angefressen worden ist, die Wunde war blutig und tief. Lange war nicht klar, ob das Ferkel überleben wird, jetzt lebt es glücklich auf einem Gnadenhof in Norddeutschland, wir haben es auf den Namen Rosa-Mariechen getauft.
Nach der Rettung von Rosa-Mariechen haben wir eine Anzeige beim zuständigen Veterinäramt erstattet. Dort war der Fall zu unserer Überraschung bekannt, doch handeln wollte man nicht. Wir recherchierten weiter und stellen fest, dass der Tierhalter bereits ein Tierhalteverbot hat, doch auch das interessierte das Veterinäramt nicht. Bei weiteren Besuchen auf dem Horror-Hof konnten wir dokumentieren, dass der Messie einige der Schweine an einen Schlachthof verkauft, damit ist er zumindest teilweise gewerblich tätig, wieder eine Anzeige beim Veterinäramt, denn wenn die Tiere in den menschlichen Verzehr kommen, gelten noch andere Auflagen, diese kann der Messie nicht erfüllen. Doch das Veterinäramt sah keinen Handlungsbedarf. Unverständlich, denn spätestens jetzt hätte das Amt handeln müssen. Wir erstatteten daraufhin Strafanzeige gegen das Amt. Da sich solche Anzeigen und Prozesse lange hinziehen können, wir aber den Tieren schneller helfen wollten, haben wir zusammen mit der Grundstückseigentümerin eine Räumungsklage durchsetzen können. Gemeinsam mit der Polizei konnten wir so den Hof räumen und die Tiere versorgen. Die Hunde sind in umliegende Tierheime gekommen, die Enten sind leider verhungert. Viele der Schweine waren nicht mehr auf dem Hof, ob sie verstorben oder verkauft worden sind, wissen wir nicht.
Am Ende konnten wir noch 4 Schweine retten und sie auf einem Gnadenhof unterbringen. Dort werden sie tierärztlich versorgt, haben eine riesige Auslauffläche, Erde zum Buddeln, Wasser zum Suhlen, und sie können ein richtiges Schweineleben führen – mit der Garantie, nie wieder gequält und natürlich auch nicht geschlachtet zu werden. Täglich gibt es frisches Bio-Futter, denn der Gnadenhof liegt auf dem Gelände eines Biohofs.
Als Pate können Sie uns helfen den geretteten Schweinen eine glückliches Leben zu ermöglichen:
http://www.tier-patenschaft.de/portfolio 

messihof

Legehennen befreit

Im Rahmen einer Recherche zur Haltung von Legehennen in Deutschland dokumentierten wir, unter welchen grauenvollen Bedingungen Legehennen auch in Bodenhaltung leben müssen: Dicht gedrängt leben auf 1 m² ca. neun Hennen in einer Anlage mit ca. 150.000 Tieren. Eng an eng teilen sie sich Sitzstangen und den wenigen Platz, der ihnen bleibt. Viele Tiere überleben diese Tortur nicht und müssen elendig sterben.
Auch wenn wir es gerne wollten, so konnten wir nicht alle Hühner retten. Doch wenigstens ein paar Hühnern wollten wir ein friedvolles Leben in Freiheit schenken und ihnen so ersparen, was Millionen Tieren in Deutschland in der industriellen Massentierhaltung Tag für Tag angetan wird.

Hier sehen Sie das Video der Rettung:

Um sicherzustellen, dass die geretteten Hühner nie wieder in ihrem Leben leiden müssen, sind wir jetzt auf der Suche nach Tier-Paten. Als Pate unterstützen Sie die finanzielle Versorgung eines Tiers auf unserem Gnadenhof.

Aus der „Eierfabrik“ gerettet: das geschwächte Huhn Aschenbrödel

Als wir Aschenbrödel gefunden haben, war es so geschwächt von den schlechten Haltungsbedingungen, dass wir sie einfach retten mussten. Wir haben die Henne Aschenbrödel getauft in Anlehnung an das Märchen „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, denn auf jedes Märchen, das erst grausam beginnt, folgt immer ein Happy End.
Mehr zu Aschenbrödel: http://www.tier-patenschaft.de/portfolio/aschenbroedel/

Aus der „Eierfabrik“ gerettet: das Glückshuhn Rapunzel

Wie im gleichnamigen Märchen endet auch die Geschichte von unserem Huhn Rapunzel mit einem Happy End. Nach einem Jahr in der Eier-Fabrik ließ die sogenannte „Legeleistung“ von Rapunzel nach, für den gewissenlosen Hühnerhalter brachte Rapunzel keinen Profit mehr, bald wäre sie getötet worden.
Mehr zu Rapunzel: http://www.tier-patenschaft.de/portfolio/rapunzel/

Pavian Willy gerettet

Es ist eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann. Unsere Tierretter haben eine Meldung bekommen, dass ein Pavian bei Ebay Kleinanzeigen verkauft werden soll. Was zunächst nach einem Scherz klingt, stellt sich schnell als bittere Wahrheit raus.
Die vom Verkäufer eingestellten Fotos ließen nichts Gutes ahnen, unsere Tierretter machten sich auf dem Weg nach Jena, dort sollte der Pavian, der auf den Namen Willy hört, leben. Vor Ort bot sich ein Bild des Grauens: ein provisorisch zusammengeschustertes Gehege, angebaut an einen Schweinestall, und mittendrin Pavian Willy. Das Gelände war übersät mit Schrott, Unrat und Überresten von Tierkadavern, der Tierhalter: völlig überfordert. Er wollte Willy im Grunde loswerden, aber nicht ohne Gewinn, am liebsten im Tausch gegen ein anderes Tier, „was Exotisches“, wie er sagte.
Wir haben angeboten, das Tier mitzunehmen, aber das lehnte er ab: „Wat bekomm ich denn dafür?“, fragte er – unsere Tierretter waren sich einig, er würde nichts bekommen, wer ein Tier so hält, sollte kein Tier „zum Tausch“ oder sonst was erhalten.
Über neun Monate haben wir dann immer wieder mit dem Veterinäramt und dem Ordnungsamt verhandelt, Schriftstücke und Gutachten eingereicht, bis Willy schließlich beschlagnahmt wurde und wir ihn in eine Auffangstation nach Holland bringen konnten. Ein langer und mühsamer Kampf, der sich am Ende aber gelohnt hat. Willy lebt jetzt in einer der besten Auffangstationen für Primaten und kann endlich ein artgemäßes Leben führen.
Nach einer anfänglichen Quarantäne (Foto: Willy mit einem Ball, in dem Futter versteckt ist, damit er sich nicht langweilt), lebt Willy jetzt gemeinsam mit sieben Weibchen in einer Haremsgruppe.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Hier können Sie ein Video der Rettung von Pavian Willy sehen:

Weitere Informationen zur der Rettung von Willy finden Sie hier. http://www.tierschutzbuero.de/pavian-willy-gerettet/

Das sind nur drei Beispiele, in denen das Deutsche Tierschutzbüro aktiv geworden ist. Damit wir auch in Zukunft Tieren ganz direkt helfen können, brauchen wir Ihre Unterstützung und Hilfe. Werden Sie noch heute Mitglied!