Archive for Februar, 2012

Demo: „Nicht Nerze, sondern Tierquäler gehören hinter Gitter“

Am 09.03.2012 finden vor dem Verwaltungsgericht Münster zwei Prozesse gegen Nerzfarmbetreiber statt. Sowohl auf der Nerzfarm in Borken (NRW) als auch auf der Nerzfarm in Hörstel (NRW) werden Tiere in zu kleinen Käfigen gehalten. Seit dem 12.12.2011 muss den Nerzen deutlich mehr Platz zugestanden werden, mind. 1 Quadratmeter pro Tier. Aus Sicht des Arbeitskreises humaner Tierschutz e. V. immer noch zu wenig. Aber dennoch halten sich beide Betreiber nicht an das Gesetz. Aus diesem Grund hat der Arbeitskreis humaner Tierschutz bereits Strafanzeige gegen den Betreiber der Nerzfarm in Borken (und das zuständige Veterinäramt) gestellt.

Am 09.03. ruft die Tierschutzorganisation Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. zur Demo vor dem Verwaltungsgericht auf. Plakate mit dem Spruch „Nicht Nerze, sondern Tierquäler gehören hinter Gitter“ werden derzeit gedruckt. In einem Käfig soll exemplarisch ein Nerzfarmer eingesperrt werden. Auch Fotos von den beiden Nerzfarmen werden auf Plakate gedruckt – wer kommt mit?

Hier die Anschrift:
Verwaltungsgericht Münster
Piusallee 38
48147 Münster

Die Aktion findet am 09.03.2012 ab 10:15 Uhr vor dem Gericht statt (die Prozesse finden um 11:30 Uhr (Nerzfarm Borken) und 12:00 Uhr (Nerzfarm Hörstel) statt).

Wer sich an der Demo beteiligen möchte –> Kontakt zum Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.

Zeitungsbericht über die geplante Demo (Hallo Borken, 07.03.2012)

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Links:
Strafanzeige gegen Nerzfarm in Gütersloh (NRW)
Strafanzeige gegen Nerzfarm in Borken (NRW)
Aus für Nerzfarm in Nettetal (NRW)

Strafanzeige gegen Nerzfarm in Gütersloh gestellt!

Am 21.02.2012 haben wir Strafanzeigen gegen die illegale Nerzfarm in Gütersloh gestellt. Dem Verein liegt aktuelles Videomaterial vor, das ganz klar Verstöße gegen das bestehende Gesetz zeigt. So werden z. B. in der Farm in Gütersloh (NRW) Nerze in engen, kleinen Käfigen gehalten. Jedem Tier wird etwa 0,3 m² Platz zugestanden, der Raum eines Schuhkartons, aufgeteilt in einen Drahtkäfig und eine kleine Holzkiste. Immer wieder und wieder drehen sich die Tiere im Kreis, dabei schneidet sich das Drahtgeflecht des Käfigbodens tief in die empfindlichen Pfoten ein. Damit der wertvolle Pelz der Tiere nicht durch Kot verschmutzt wird, haben die Käfige keinen Boden. Kot und Futterreste fallen durch das Gitter auf die Erde. Unter den Käfigreihen türmen sich meist Kot, Fischabfall und Dreck, es stinkt erbärmlich nach Ammoniak und Fisch. In den winzigen Gefängnissen haben Nerze, die in freier Wildbahn als Einzelgänger Reviere der Größe von 10–20 km² bewohnen, nicht einmal den millionsten Teil ihrer natürlichen Bewegungsfreiheit. Hier finden Sie das Video, welches Jan Peifer auf der Farm in Gütersloh erstellt hat:

Zeitungsbericht:

28.02.2012 „Neue Westfälische“ berichtet über die Strafanzeige

28.02.2012 „Westfalen-Baltt“ berichtet ebenfalls über die Strafanzeige

DIe „Glocke“ vom 14.03.2012, LINK

Titel

 

Update (27.03.2012):
Aktuelle Aufnahmen belegen, die Farm wird weiterhin illegal betrieben.

 

 

 

Strafanzeige gegen Nerzfarm in Borken gestellt.

Am 07.02.2012 hat der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. Strafanzeige gegen den Betreiber der Nerzfarm in Borken (NRW) gestellt.

Nerze haben meist ein kurzes und qualvolles Leben in Deutschland. Sie werden auf Farmen in engen Drahtkäfigen gehalten. In freier Wildbahn ist ihr Revier bis zu 20 Quadratkilometer groß – in deutschen Farmen beschränkt sich ihr „Revier“ auf wenige Zentimeter nach vorne und zurück. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. kritisiert seit Jahren diese Haltung und fordert eine Schließung aller Nerzfarmen. Auch die Politik hatte die Zeichen der Zeit erkannt und änderte vor einigen Jahren die Tierschutznutztierverordnung – allerdings mit langen Übergangsfristen für Betreiber. Am 11.12.2011 endete solch eine Übergangsfrist, und den Nerzen müssen nun deutlich größere Käfige zu Verfügung stehen. Dass die Pelzindustrie mit allen Mitteln versucht, das Gesetz zu umgehen, war abzusehen; schließlich bedeutet mehr Platz für Tiere weniger Profit für den Pelzfarmer. Aber: Gesetz bleibt Gesetz.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. hat den Undercover-Journalisten Jan Peifer Anfang Januar damit beauftragt, alle noch bestehenden Nerzfarmen in Deutschland auf die Einhaltung des Gesetzes hin zu prüfen. In Borken (NRW) konnte der Journalist dokumentieren, dass die Nerze weiterhin in engen Käfigen leiden – ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht. Der Arbeitskreis hat darum heute Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft gestellt und das Videomaterial als Beweis vorgelegt. Hier finden Sie den Beweis:

UPDATE Am 09.05.2012 haben Aktivisten die Nerzfarm in Borken NRW erneut aufgesucht und dokumentiert. Hier sehen Sie ein Video und einge Bilder

Presse & Fernsehberichte zur Recherche in Borken:

Presseartikel:
Arbeitskreis stellt Strafanzeige gegen Nerzfarm in Borken – Heimat-Report (09.02.2012)
Tierschützer zeigen Nerzzüchter an – Borkener-Zeitung (10.02.2012)
Arbeitskreis stellt Strafanzeige geegn das Veterinäramt in Borken (01.03.2012)
Strafanzeige gegen Borkener Veterinäramt – WM.tv (01.03.2012)
Tierschützer fordern sofortige Schließung der Nerzfarm – WM.tv (16.05.2012)
Hallo Borken (23.05.2012)

Fernsehberichte:

WDR berichtet über unsere Recherche, Nerzfarm Borken (17.05.2012)