Nach Anzeige des Arbeitskreises: Tierhaltung verbessert

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Auf verwilderten Grundstücken, verlassenen Werksgeländen oder abgelegenen Höfen fristen in Brandenburg unzählige Hunde ein elendes Dasein. Im April diesen Jahres gingen wir im Rahmen einer großangelegten Recherche dutzenden Hinweisen von Anwohnern und Tierfreunden aus der Region nach. Im Rahmen der Recherche wurden wir auch auf die Haltung eines Kangals auf einem vollkommen zugemüllten Grundstück aufmerksam.

Das Tier war zwischen allerlei Unrat dauerhaft angekettet, nicht einmal eine Schutzhütte stand ihm zur Verfügung. Zudem befanden sich auf dem Gelände eine Herde Schafe in einem maroden Stall und einige Kühe, die keine Fläche zum Grasen hatten und vor lauter Hunger nicht nur das Futter des Hundes, sondern auch herumliegenden Müll fraßen.

Der „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ erstattete ungehend beim zuständigen Veterinäramt Anzeige gegen den Halter wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Eine Nachkontrolle vor Ort ergab jetzt, dass sich die Tierhaltung seither deutlich verbessert hat. So wurde die Kuhhaltung ganz aufgegeben. Die Schafe haben einen neuen Stall und erhalten täglich Auslauf. Der Hund hat jetzt eine richtige Hundehütte und wird an einer Laufleine gehalten und wird er täglich spazieren geführt (wie uns berichtet wurde). Der Müll wird nach und nach vom Gelände entfernt.

Auch wenn diese Tierhaltung noch nicht unseren Vorstellungen entspricht, hat sich für die Tiere schon vieles verbessert. Ihr Leben ist ein Stück weit lebenswerter geworden. Für uns ein Teilerfolg. Wir werden das Schicksal des Kangals und der Schafe natürlicg weiter verfolgen, um sicher zu stellen, dass weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Tierhaltung getroffen und auch dauerhaft umgesetzt werden.