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Minister Remmel handeln Sie jetzt!

Nerzfarmen werden in NRW illegal betrieben

Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. ruft Minister Remmel zu unverzüglichem Handeln auf – Nerzfarmen werden in NRW illegal betrieben – offenen Brief geschrieben

Nachdem bekannt geworden war, dass mehrere Pelztierfarmer u.a. in Nordrhein-Westfalen sich offenbar nicht an die seit 12/11 in Kraft getretene Verschärfung der Nutztierverordnung halten, drängt der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. den verantwortlichen Umweltminister Johannes Remmel zur Durchsetzung der neuen Vorschriften. „Gravierendste Neuerung der aktualisierten Verordnung: Jedem Farmnerz muss nun bei einer Grundfläche von mindestens 3 m² jeweils 1 m² zur Verfügung stehen. Das ist faktisch die zehnfache Größe der bisher verwendeten Käfige,“ so Stefan Klippstein, Sprecher vom Arbeitskreis humaner Tierschutz. Wegen des Verstoßes gegen die Tierschutz-Nutztierverordnung hatten zwei nordrhein-westfälische Nerzfarmer ihre Betriebe bereits schließen müssen. Das Verwaltungsgericht Münster hatte zwar eine mögliche Berufung gegen das Betriebsverbot zugelassen. Eine aufschiebende Wirkung war jedoch abgelehnt worden, sodass der weitere Betrieb der beiden Farmen per Gesetz untersagt wurde.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. fordert nun Remmel zu unverzüglichem Handeln auf: „Wir erwarten, dass die verantwortlichen Behörden die sofortige Schließung der noch verbleibenden Pelztierfarmen in NRW veranlassen. Nach unseren Informationen handelt es sich dabei nur noch um einen Betrieb nahe Gütersloh“, so Klippstein. Umweltminister Johannes Remmel hatte bereits eine Schließung von Betrieben in Aussicht gestellt, die sich nicht an die neue Verordnung halten: „Die bisherigen Zustände waren unhaltbar, die Tiere litten extrem unter Platzmangel und nicht vorhandener Bewegungsfreiheit. Gemeinsam mit den Behörden vor Ort werden wir alles daransetzen, dass die neuen Regeln ohne Wenn und Aber umgesetzt werden“, so der Tierpfleger Klippstein. Die Veterinärbehörde hatte sich darauf berufen, den Ausgang des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Münster abzuwarten. Mit der Abweisung der Klage der beiden Züchter (aus Borken und Hörstel) gegen die neue Tierschutz-Nutztierverordnung sieht Klippstein die Voraussetzung für eine sofortige Schließung erfüllt: „Der Minister muss nun seiner Pflicht und auch seinen Ankündigungen nachkommen und die Einhaltung der Verordnung durchsetzen. Wir erwarten daher eine umgehende Stilllegung des Betriebes in Gütersloh.“ Gegen die zuständige Veterinärbehörde hatte der Verein bereits Strafanzeige gestellt, da diese ihren gesetzlichen Pflichten nicht nachkomme.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. setzt sich seit Jahren für die Abschaffung der Haltung von Nerzen in Drahtkäfigen ein. Die scheuen Tiere, in Freiheit Einzelgänger und Bewohner von Revieren von bis zu 20 km², leiden in der Gefangenschaft enorm. Der psychische Druck ist immens, die Enge der Käfige bedrückend. Ein Tier, welches in Freiheit täglich viele km² durchstreift, kann auf 0,3 m² nicht artgerecht gehalten werden. Auch wenn die Farmer darauf hinweisen, dass es sich nicht um wilde Nerze, sondern spezielle Züchtungen handelt: Diese Haltung ist reine Tierquälerei und muss mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden.

Tierschützer kritisieren darüber hinaus vor allem den fehlenden Zugang zu fließendem Wasser: Nerze verbringen einen Großteil ihrer Zeit am und im Wasser, sie haben sogar Schwimmhäute. Der Zugang zu einer Mindestfläche Wasser wird der nächste Schritt der Verschärfung der Nutztierverordnung sein. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. sieht ein Ende der kommerziellen Pelztierfarmen in Deutschland daher bereits in Sicht, da die Umrüstung der Betriebe für die verbleibenden Farmer nicht rentabel sei.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz schreibt einen offenen Brief an Minister Remmel und fordert ihn zum Handeln auf. Hier das Schreiben an Minister Remmel vom 16.03.2012.

Weitere Informationen und aktuelles Bildmaterial von der Nerzfarm in Gütersloh.
Die Pelzfarmen in Borken und Hörstel stehen vor dem Aus.

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Illegale Nerzfarm in Brandenburg aufgedeckt.

Die Tierschutzorganisation „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ hat Strafanzeige gegen den Betreiber der Nerzfarm in Frankenförde (Brandenburg) gestellt. Aktuelles Bildmaterial (Foto und Video) belegt: Die Farm wird derzeit illegal betrieben und Hygienestandards werden nicht eingehalten.

Nerze haben meist ein kurzes und qualvolles Leben in Deutschland. Sie werden auf Farmen in engen Drahtkäfigen gehalten. In freier Wildbahn ist ihr Revier bis zu 20 Quadratkilometer groß – in deutschen Farmen beschränkt sich ihr „Revier“ auf wenige Zentimeter nach vorne und zurück. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. kritisiert seit Jahren diese Haltung und fordert eine Schließung aller Nerzfarmen. Auch die Politik hatte die Zeichen der Zeit erkannt und änderte vor einigen Jahren die Tierschutznutztierverordnung – allerdings mit langen Übergangsfristen für Betreiber. Am 11.12.2011 endete solch eine Übergangsfrist, und den Nerzen müssen nun deutlich größere Käfige zur Verfügung stehen. „Dass die Pelzindustrie mit allen Mitteln versucht, das Gesetz zu umgehen, war abzusehen; schließlich bedeutet mehr Platz für Tiere weniger Profit für den Pelzfarmer. Aber: Gesetz bleibt Gesetz“, so Stefan Klippstein, Pressesprecher des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. überprüft im Rahmen einer bundesweiten Recherche alle noch bestehenden Nerzfarmen auf die Einhaltung des Gesetzes. In Frankenförde konnte dokumentiert werden, dass die Nerze weiterhin in engen Käfigen leiden – ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht. „Der Arbeitskreis humaner Tierschutz hat darum Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Potsdam gestellt und das Videomaterial als Beweis vorgelegt“, so der gelernte Tierpfleger Stefan Klippstein, der selbst vor Ort war und sich ein eigenes Bild von der Tierhaltung gemacht hat.

Vor der Farm befindet sich zusätzlich ein ungesicherter Müllcontainer, der mit Überresten toter Nerze gefüllt ist. Der Eimer ist für Passanten, insbesondere Kinder, frei zugänglich. Dadurch besteht die Gefahr der Übertragung gefährlicher Zoonosen. Aus diesem Grund haben die Tierschützer das zuständige Veterinäramt in Luckenwalde informiert. „Dies ist keine Lappalie, gefährliche Krankheiten können so ungehindert übertragen werden – eine Gefahr für Mensch und Tier“, so Klippstein abschließend.

22.03.2012: Arbeitskreis humaner Tierschutz stellt Strafanzeige gegen Veterinäramt in Luckenwalde (…) Darüber hinaus wurde auch Strafanzeige gegen das zuständige Veterinäramt in Luckenwalde gestellt. „Der Behörde ist bekannt, dass der Betreiber der Nerzfarm gegen das Gesetz verstößt, und sie handelt nicht“, so Stefan Klippstein, Pressesprecher vom Arbeitskreis. Laut einem Rechtsgutachten des Berliner Anwalts Rolf Kemper über „Die Garantenstellung der Amtstierärztinnen und Amtstierärzte im Tierschutz“ machen sich Amtsveterinäre, die Verstöße nicht ahnden, genauso strafbar wie die Tierhalter und können daher ebenso zur Rechenschaft gezogen werden. (…)

Video von der Recherche:

Aktion in Potsdam vor dem Ministerium (19.04.2012): LINK

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nerzfarmen stehen vor dem Aus! Demo in Münster

Am 09.03.2012 sind 30 Personen dem Aufruf des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V. gefolgt und haben unter dem Motto „Nicht Nerze, sondern Tierquäler gehören hinter Gitter“ vor dem Verwaltungsgericht in Münster demonstriert. Das Verwaltungsgericht musste sich heute mit dem Thema Nerztierzucht beschäftigen. Seit dem 12.12.2011 muss den Tieren deutlich mehr Platz zur Verfügung gestellt werden, doch die Betreiber halten sich nicht an die Verordnung. Aus diesem Grund überprüft der Arbeitskreis alle noch bestehenden Nerzfarmen auf die Einhaltung der Verordnung. Hält sich ein Betreiber nicht an die Vorgabe, stellt der Verein Strafanzeige, wie z.B. in Gütersloh und Borken.

Verwaltungsgericht Münster entscheidet für mehr Tierschutz in der Pelztierhaltung –  Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. begrüßt das Urteil als bundesweit wegweisend – Nerzfarm Borken und Hörstel stehen vor dem Aus!

Heute hat sich das Verwaltungsgericht in Münster gleich zweimal mit der Haltung von Nerzen auf Pelztierfarmen beschäftigt. Hintergrund ist eine neue Verordnung, die Nerzen wesentlich mehr Platz zubilligt und gegen deren Umsetzung zwei Pelztierzüchter aus NRW geklagt haben. Das Gericht entschied, dass die neue Tierschutzverordnung umgesetzt werden muss. Der Tierschutzverein „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“, der vor dem Gericht demonstrierte, spricht von einem Urteil mit bundesweiter Signalwirkung.

Vor sechs Jahren wurde vom Bundesrat eine neue Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung („Verordnung zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere und anderer zur Erzeugung tierischer Produkte gehaltener Tiere bei ihrer Haltung“) beschlossen, die auch bessere Haltungsbedingungen für Tiere auf Pelztierfarmen festschreibt. So soll Nerzen zukünftig mind. 1 m² Platz zur Verfügung stehen. Für die Umsetzung wurde den Pelztierfarmbetreibern eine Übergangsfrist von 5 Jahren eingeräumt. Diese lief am 11.12.2011 aus.
Zwei Nerzfarmbetreiber aus Nordrhein-Westfalen nutzten die letzten Jahre nicht, um ihre Farmen umzubauen. Bis heute halten sie in Borken und Hörstel Tausende Nerze in winzigen Gitterkäfigen. Gegen die Umsetzung der neuen Vorschriften haben sie geklagt. Diese Klagen wurden heute vor dem Verwaltungsgericht Münster verhandelt.

Keinerlei Verständnis für das Verhalten der Pelztierzüchter und die Tatenlosigkeit der zuständigen Behörden hat der „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“. Aktivisten des Vereins demonstrierten heute vor dem Münsteraner Verwaltungsgericht unter dem Motto „Nicht Nerze, sondern Tierquäler gehören hinter Gitter“. Symbolisch sperrten sie einen Nerzfarmer in einen Gitterkäfig und zeigten Fotos von Pelzfarmen.
Auch bei Gericht stießen die Nerzfarmer nicht auf Verständnis. Beide Klagen wurden heute abgewiesen. Stefan Klippstein, Sprecher des „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“, verfolgte die beiden Gerichtsverhandlungen persönlich. Er begrüßt die Urteile als wegweisend: „Das Gericht hat deutlich gemacht, dass die neuen Tierschutzvorgaben umgesetzt werden müssen, auch wenn damit für den Tierhalter hohe Kosten verbunden sind. Wir gehen davon aus, dass diese Urteile Signalwirkung für die Pelztierfarmen in anderen Bundesländern haben. Viele Pelztierzüchter haben bislang die neuen Vorgaben noch nicht umgesetzt. Jetzt sollte ihnen klar sein, dass dies unumgänglich ist.“

Fotos von der Aktion:

Video von der Aktion (09.03.2012)

Medienberichte (Stand 14.03.2012)

Borkener-Zeitung (mit Foto von der Aktion)
Ibbenbürener Volkszeitung (mit Foto von der Aktion)
Münsteraner-Bote (mit Fots von der Aktion)
DPA-Meldung

TV-Bericht WDR (ab Minute 14:44)

„Hallo Münster“ (14.03.2012)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

TV-Bericht, wm.tv

Demo: „Nicht Nerze, sondern Tierquäler gehören hinter Gitter“

Am 09.03.2012 finden vor dem Verwaltungsgericht Münster zwei Prozesse gegen Nerzfarmbetreiber statt. Sowohl auf der Nerzfarm in Borken (NRW) als auch auf der Nerzfarm in Hörstel (NRW) werden Tiere in zu kleinen Käfigen gehalten. Seit dem 12.12.2011 muss den Nerzen deutlich mehr Platz zugestanden werden, mind. 1 Quadratmeter pro Tier. Aus Sicht des Arbeitskreises humaner Tierschutz e. V. immer noch zu wenig. Aber dennoch halten sich beide Betreiber nicht an das Gesetz. Aus diesem Grund hat der Arbeitskreis humaner Tierschutz bereits Strafanzeige gegen den Betreiber der Nerzfarm in Borken (und das zuständige Veterinäramt) gestellt.

Am 09.03. ruft die Tierschutzorganisation Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. zur Demo vor dem Verwaltungsgericht auf. Plakate mit dem Spruch „Nicht Nerze, sondern Tierquäler gehören hinter Gitter“ werden derzeit gedruckt. In einem Käfig soll exemplarisch ein Nerzfarmer eingesperrt werden. Auch Fotos von den beiden Nerzfarmen werden auf Plakate gedruckt – wer kommt mit?

Hier die Anschrift:
Verwaltungsgericht Münster
Piusallee 38
48147 Münster

Die Aktion findet am 09.03.2012 ab 10:15 Uhr vor dem Gericht statt (die Prozesse finden um 11:30 Uhr (Nerzfarm Borken) und 12:00 Uhr (Nerzfarm Hörstel) statt).

Wer sich an der Demo beteiligen möchte –> Kontakt zum Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.

Zeitungsbericht über die geplante Demo (Hallo Borken, 07.03.2012)

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Links:
Strafanzeige gegen Nerzfarm in Gütersloh (NRW)
Strafanzeige gegen Nerzfarm in Borken (NRW)
Aus für Nerzfarm in Nettetal (NRW)

Strafanzeige gegen Nerzfarm in Gütersloh gestellt!

Am 21.02.2012 haben wir Strafanzeigen gegen die illegale Nerzfarm in Gütersloh gestellt. Dem Verein liegt aktuelles Videomaterial vor, das ganz klar Verstöße gegen das bestehende Gesetz zeigt. So werden z. B. in der Farm in Gütersloh (NRW) Nerze in engen, kleinen Käfigen gehalten. Jedem Tier wird etwa 0,3 m² Platz zugestanden, der Raum eines Schuhkartons, aufgeteilt in einen Drahtkäfig und eine kleine Holzkiste. Immer wieder und wieder drehen sich die Tiere im Kreis, dabei schneidet sich das Drahtgeflecht des Käfigbodens tief in die empfindlichen Pfoten ein. Damit der wertvolle Pelz der Tiere nicht durch Kot verschmutzt wird, haben die Käfige keinen Boden. Kot und Futterreste fallen durch das Gitter auf die Erde. Unter den Käfigreihen türmen sich meist Kot, Fischabfall und Dreck, es stinkt erbärmlich nach Ammoniak und Fisch. In den winzigen Gefängnissen haben Nerze, die in freier Wildbahn als Einzelgänger Reviere der Größe von 10–20 km² bewohnen, nicht einmal den millionsten Teil ihrer natürlichen Bewegungsfreiheit. Hier finden Sie das Video, welches Jan Peifer auf der Farm in Gütersloh erstellt hat:

Zeitungsbericht:

28.02.2012 „Neue Westfälische“ berichtet über die Strafanzeige

28.02.2012 „Westfalen-Baltt“ berichtet ebenfalls über die Strafanzeige

DIe „Glocke“ vom 14.03.2012, LINK

Titel

 

Update (27.03.2012):
Aktuelle Aufnahmen belegen, die Farm wird weiterhin illegal betrieben.