Bildmaterial belegt: Tierquälerei auf der Nerzfarm in Frankenförde

Die Tierschutzorganisation „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ hat neues Bildmaterial von der illegal betriebenen Nerzfarm in Frankenförde (Brandenburg) veröffentlicht. Es zeigt den brutalen Umgang des Farmers mit einem der Nerze.

Köln/Frankenförde (bei Potsdam), 10.10.2012. Vor sechs Jahren wurde vom Bundesrat eine neue Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung („Verordnung zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere und anderer zur Erzeugung tierischer Produkte gehaltener Tiere bei ihrer Haltung“) beschlossen, die auch bessere Haltungsbedingungen für Tiere auf Pelztierfarmen festschreibt. So soll Nerzen zukünftig mindestens 1 m² Platz zur Verfügung stehen. Für die Umsetzung wurde den Pelztierfarmbetreibern eine Übergangsfrist von 5 Jahren eingeräumt. Diese lief am 11.12.2011 aus.
Auf der Nerzfarm in Frankenförde im Kreis Teltow-Fläming (Brandenburg) werden trotzdem bis heute Nerze in viel zu kleinen Käfigen gehalten, der Arbeitskreis humaner Tierschutz erstattete deswegen bereits Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft.
Nun hat der Verein neues Bildmaterial veröffentlicht, das den rücksichtslosen Umgang des Nerzzüchters mit einem Tier dokumentiert. Zu sehen ist ein entkommender Nerz, der in eine auf der Farm aufgestellte Lebendfalle geraten ist. Der Farmer packt die Falle mit dem vollkommen verängstigten Tier und trägt diese, ohne irgendeine Vorsicht oder Rücksicht walten zu lassen, weg. Der hilflose Nerz wird dabei hin- und hergeschleudert.
Stefan Klippstein, Sprecher des Arbeitskreises und gelernter Tierpfleger, wurde selbst Zeuge dieser Tierquälerei: „In einer Falle gefangen zu sein löst bei einem Wildtier Todesangst aus. Es dann in dieser Situation rücksichtslos herumzuschleudern zeugt von vollkommener Gefühlskälte. Dieser Vorfall macht einmal mehr deutlich, dass für den Nerzfarmer in Frankenförde das Wohlergehen der Tiere keine Rolle spielt, sondern einzig der Profit.“
Der Arbeitskreis humaner Tierschutz hat den Vorfall dem Veterinäramt in Luckenwalde gemeldet. „Wir erhoffen uns, dass die Behörden endlich aktiv werden und die Nerzfarm in Frankenförde schließen“, so Stefan Klippstein.

Bereits vor wenigen Monaten konnte der Verein die tierquälerische Tierhaltung auf der Farm sowie die Kadavertonne dokumentieren, siehe: http://www.tierschutzbuero.de/nerzfarm-brandenburg/

Die aktuellen Aufnahmen erhalten Sie auf Anfrage bei Stefan Klippstein, Pressesprecher und gelernter Tierpfleger, Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V., Tel.: 0221-20463862, Mobil: 0176-34774258 (Stefan.klippstein@tierschutzbuero.de)