Erfolg: Bonner Hochschulen lassen Kooperation mit Schweinehochhaus-Betreiber ruhen!

Wissenschaft und Forschung sind wichtige Güter, die uns als Gesellschaft voranbringen und auch Fortschritte für das Wohl der Tiere bringen können. Vor allem im Bereich der Agrarwissenschaften konzentriert sich jedoch viel auf die Verbesserung der Effizienz der Industrie, die für einen Großteil des Leids der Tiere verantwortlich ist: die Massentierhaltung. Jedes Jahr werden viele Forschungsprojekte angestoßen, bei denen wissenschaftliche Einrichtungen, vor allem Hochschulen und deren Institute, mit Hilfe von Fördergeldern aus z.B. staatlichen Mitteln mit Unternehmen aus der Nutztierindustrie zusammenarbeiten. Auch wenn dieser Fakt an sich schon zu hinterfragen ist, wird es noch schlimmer, wenn Forschungsmittel an tierquälerische Unternehmen gehen.

Vor kurzem haben wir daher die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn kontaktiert. Denn leider mussten wir schockierendes feststellen: Seit 2017 betrieben die Hochschulen ein Forschungsprojekt gemeinsam mit der HET GmbH, die das schreckliche Schweinehochhaus in Maasdorf betreibt und von Michiel Taken geführt wird, den wir erst kürzlich als Deutschlands größten Tierquäler 2018 auszeichneten! Und unsere informationsweitergabe an die Bonner Hochschulen zeigte schnell Erfolg: die Forschungsprojekte mit der HET GmbH und der, ebenfalls von Taken geführten, Genesus Deutschland GmbH werden ab sofort ruhen gelassen! Nachdem wir auf die aktuellen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die HET GmbH und Michiel Taken aufmerksam machten, handelten die Hochschulen sofort und waren froh über diesen Hinweis.

Denn auch für sie ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und tierquälerischen Handlungen angeklagt sind, nicht vorstellbar. Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, ruht also das Projekt “Roiporq – Alternative Schweine”, das vom Landwirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens und der Europäischen Kommission mit über 700.000 Euro gefördert wurde. Ursprünglich sollte es bis 2019 laufen und spezielle Schweinekreuzungen, bei denen bei der Aufzucht auf den Einsatz von Antibiotika und auf Eingriffe wie Kastrationen und Zahnabschleifungen verzichtet werden sollte, auf ihre Markteignung testen. Dass so ein Projekt, das zumindest ein wenig mehr Tierwohl im grausamen System der Massentierhaltung als Ziel hatte, von jemandem wie dem Schweinehochhaus-Betreiber durchgeführt werden sollte, macht die Angelegenheit allerdings vollkommen absurd! Umso mehr freuen auch wir uns, dass die Bonner Hochschulen schnell gehandelt haben und hoffen, dass andere diesem Beispiel folgen und niemals mit etwaigen Tierquälern zusammenarbeiten! 

Weitere Informationen zur Kampagne „Schweinehochhaus schließen“ finden Sie hier.

Das können Sie tun!Unterstützen Sie uns bitte jetzt bei unserer Tierrechtsarbeit, um weiter gegen tierquälerische Anlagen wie das Schweinehochhaus vorzugehen.

Jetzt spenden!