Archive for the 'Nerzfarmen' Category

Demo – Schließung von Brandenburgs letzter Nerzfarm gefordert.

Aktion gegen die Nerzfarm in Frankenfoerde

Am 19.04.2012 haben Tierschutzaktivisten des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V. vor dem Brandenburger Umweltministerium in Potsdam demonstriert. Sie forderten die Schließung der Nerzfarm in Frankenförde. Dort werden Hunderte Nerze unter Bedingungen gehalten, die den tierschutzrechtlichen Mindestanforderungen nicht entsprechen. Mit Fotos von Nerzfarmen und einem verstorbenen Nerz prangerten die Tierschützer die tierquälerischen Haltungsbedingungen an. Im Jahr 2006 […]

Übersicht deutscher Nerzfarmen

  1. Nerzfarm Frankenförde (Brandenburg)
  2. Nerzfarm Wesenberg-Zirtow (Mecklenburg-Vorpommern)
  3. Nerzfarm Güstrow-Klueß (Mecklenburg-Vorpommern)
  4. Nerzfarm Rahden (Nordrhein-Westfalen)
  5. Nerzfarm Seelitz-Döhlen (Sachsen)
  6. Nerzfarm Söllichau (Sachsen-Anhalt)
  7. Nerzfarm Grabow bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
  8. Nerzfarm Neuenkrug (Schleswig-Holstein)

Stand: 25.11.2014

Illegale Nerzfarm in Grabow bei Burg aufgedeckt.

Die Tierschutzorganisation „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ hat Strafanzeige gegen den Betreiber der Nerzfarm in Grabow bei Burg (Sachsen-Anhalt) gestellt. „Auf den ersten Blick sieht die Nerzfarm stillgelegt aus, aber in einem Schuppen haben wir Nerze eingezwängt in engen Käfigen gefunden“, so Stefan Klippstein, Sprecher des Arbeitskreises. Die Tierschützer konfrontieren einen Verantwortlichen der Nerzfarm mit diesen Vorwürfen, dieser reagiert aggressiv und fast sogar handgreiflich. Videomaterial vorhanden, siehe unten.

Nerze haben meist ein kurzes und qualvolles Leben in Deutschland. Sie werden auf Farmen in engen Drahtkäfigen gehalten. In freier Wildbahn ist ihr Revier bis zu 20 Quadratkilometer groß – in deutschen Farmen beschränkt sich ihr „Revier“ auf wenige Zentimeter nach vorne und zurück. Der „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ kritisiert seit Jahren diese Haltung und fordert eine Schließung aller Nerzfarmen. Auch die Politik hatte die Zeichen der Zeit erkannt und änderte vor einigen Jahren die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung – allerdings mit langen Übergangsfristen für Betreiber. Am 11.12.2011 endete solch eine Übergangsfrist, und den Nerzen müssen nun deutlich größere Käfige zur Verfügung stehen.

Ob die Nerzzüchter das neue Gesetz auch umsetzen, überprüft der „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ derzeit im Rahmen einer bundesweiten Recherche. Die bisher vorliegenden Erkenntnisse machen Stefan Klippstein, Pressesprecher des „Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V.“, wütend: „Zahlreiche Nerzzüchter halten ihre Tiere weiter in den alten tierschutzwidrigen Käfigen. Es ist unfassbar, wie hier geltendes Recht ignoriert wird, nur um den Gewinn zu maximieren. Denn mehr Platz für Tiere bedeutet weniger Profit für den Pelzfarmer.“

Auch die Nerzfarm in Grabow bei Burg (Sachsen-Anhalt) wurde vom „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ aufgesucht. Auf den ersten Blick wirkt die Anlage verlassen. Doch gut versteckt entdeckten die Tierschützer einige Hundert Nerze in winzigen Gitterkäfigen – ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht. Für den Arbeitskreis nicht hinnehmbar. „Wir haben Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft gestellt und das Videomaterial als Beweis vorgelegt“, so der gelernte Tierpfleger Stefan Klippstein, „zudem haben wir das Veterinäramt informiert. Wir halten es für durchaus möglich, dass dieser Tierbestand nicht gemeldet ist.“

Verschiedene Pelzfarmbetreiber haben in den letzten Wochen den Versuch unternommen, gegen die neuen Tierschutzvorschriften zu klagen. Doch bislang ohne Erfolg. In allen Fällen entschieden die Gerichte für den Tierschutz. Eine aktuelle Übersicht aller Nerzfarmen in Deutschland finden Sie HIER.

Hier finden Sie ein Video von der Recherche:

Minister Remmel handeln Sie jetzt!

Nerzfarmen werden in NRW illegal betrieben

Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. ruft Minister Remmel zu unverzüglichem Handeln auf – Nerzfarmen werden in NRW illegal betrieben – offenen Brief geschrieben

Nachdem bekannt geworden war, dass mehrere Pelztierfarmer u.a. in Nordrhein-Westfalen sich offenbar nicht an die seit 12/11 in Kraft getretene Verschärfung der Nutztierverordnung halten, drängt der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. den verantwortlichen Umweltminister Johannes Remmel zur Durchsetzung der neuen Vorschriften. „Gravierendste Neuerung der aktualisierten Verordnung: Jedem Farmnerz muss nun bei einer Grundfläche von mindestens 3 m² jeweils 1 m² zur Verfügung stehen. Das ist faktisch die zehnfache Größe der bisher verwendeten Käfige,“ so Stefan Klippstein, Sprecher vom Arbeitskreis humaner Tierschutz. Wegen des Verstoßes gegen die Tierschutz-Nutztierverordnung hatten zwei nordrhein-westfälische Nerzfarmer ihre Betriebe bereits schließen müssen. Das Verwaltungsgericht Münster hatte zwar eine mögliche Berufung gegen das Betriebsverbot zugelassen. Eine aufschiebende Wirkung war jedoch abgelehnt worden, sodass der weitere Betrieb der beiden Farmen per Gesetz untersagt wurde.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. fordert nun Remmel zu unverzüglichem Handeln auf: „Wir erwarten, dass die verantwortlichen Behörden die sofortige Schließung der noch verbleibenden Pelztierfarmen in NRW veranlassen. Nach unseren Informationen handelt es sich dabei nur noch um einen Betrieb nahe Gütersloh“, so Klippstein. Umweltminister Johannes Remmel hatte bereits eine Schließung von Betrieben in Aussicht gestellt, die sich nicht an die neue Verordnung halten: „Die bisherigen Zustände waren unhaltbar, die Tiere litten extrem unter Platzmangel und nicht vorhandener Bewegungsfreiheit. Gemeinsam mit den Behörden vor Ort werden wir alles daransetzen, dass die neuen Regeln ohne Wenn und Aber umgesetzt werden“, so der Tierpfleger Klippstein. Die Veterinärbehörde hatte sich darauf berufen, den Ausgang des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Münster abzuwarten. Mit der Abweisung der Klage der beiden Züchter (aus Borken und Hörstel) gegen die neue Tierschutz-Nutztierverordnung sieht Klippstein die Voraussetzung für eine sofortige Schließung erfüllt: „Der Minister muss nun seiner Pflicht und auch seinen Ankündigungen nachkommen und die Einhaltung der Verordnung durchsetzen. Wir erwarten daher eine umgehende Stilllegung des Betriebes in Gütersloh.“ Gegen die zuständige Veterinärbehörde hatte der Verein bereits Strafanzeige gestellt, da diese ihren gesetzlichen Pflichten nicht nachkomme.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. setzt sich seit Jahren für die Abschaffung der Haltung von Nerzen in Drahtkäfigen ein. Die scheuen Tiere, in Freiheit Einzelgänger und Bewohner von Revieren von bis zu 20 km², leiden in der Gefangenschaft enorm. Der psychische Druck ist immens, die Enge der Käfige bedrückend. Ein Tier, welches in Freiheit täglich viele km² durchstreift, kann auf 0,3 m² nicht artgerecht gehalten werden. Auch wenn die Farmer darauf hinweisen, dass es sich nicht um wilde Nerze, sondern spezielle Züchtungen handelt: Diese Haltung ist reine Tierquälerei und muss mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden.

Tierschützer kritisieren darüber hinaus vor allem den fehlenden Zugang zu fließendem Wasser: Nerze verbringen einen Großteil ihrer Zeit am und im Wasser, sie haben sogar Schwimmhäute. Der Zugang zu einer Mindestfläche Wasser wird der nächste Schritt der Verschärfung der Nutztierverordnung sein. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. sieht ein Ende der kommerziellen Pelztierfarmen in Deutschland daher bereits in Sicht, da die Umrüstung der Betriebe für die verbleibenden Farmer nicht rentabel sei.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz schreibt einen offenen Brief an Minister Remmel und fordert ihn zum Handeln auf. Hier das Schreiben an Minister Remmel vom 16.03.2012.

Weitere Informationen und aktuelles Bildmaterial von der Nerzfarm in Gütersloh.
Die Pelzfarmen in Borken und Hörstel stehen vor dem Aus.

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Illegale Nerzfarm in Brandenburg aufgedeckt.

Die Tierschutzorganisation „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ hat Strafanzeige gegen den Betreiber der Nerzfarm in Frankenförde (Brandenburg) gestellt. Aktuelles Bildmaterial (Foto und Video) belegt: Die Farm wird derzeit illegal betrieben und Hygienestandards werden nicht eingehalten.

Nerze haben meist ein kurzes und qualvolles Leben in Deutschland. Sie werden auf Farmen in engen Drahtkäfigen gehalten. In freier Wildbahn ist ihr Revier bis zu 20 Quadratkilometer groß – in deutschen Farmen beschränkt sich ihr „Revier“ auf wenige Zentimeter nach vorne und zurück. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. kritisiert seit Jahren diese Haltung und fordert eine Schließung aller Nerzfarmen. Auch die Politik hatte die Zeichen der Zeit erkannt und änderte vor einigen Jahren die Tierschutznutztierverordnung – allerdings mit langen Übergangsfristen für Betreiber. Am 11.12.2011 endete solch eine Übergangsfrist, und den Nerzen müssen nun deutlich größere Käfige zur Verfügung stehen. „Dass die Pelzindustrie mit allen Mitteln versucht, das Gesetz zu umgehen, war abzusehen; schließlich bedeutet mehr Platz für Tiere weniger Profit für den Pelzfarmer. Aber: Gesetz bleibt Gesetz“, so Stefan Klippstein, Pressesprecher des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V.

Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. überprüft im Rahmen einer bundesweiten Recherche alle noch bestehenden Nerzfarmen auf die Einhaltung des Gesetzes. In Frankenförde konnte dokumentiert werden, dass die Nerze weiterhin in engen Käfigen leiden – ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht. „Der Arbeitskreis humaner Tierschutz hat darum Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Potsdam gestellt und das Videomaterial als Beweis vorgelegt“, so der gelernte Tierpfleger Stefan Klippstein, der selbst vor Ort war und sich ein eigenes Bild von der Tierhaltung gemacht hat.

Vor der Farm befindet sich zusätzlich ein ungesicherter Müllcontainer, der mit Überresten toter Nerze gefüllt ist. Der Eimer ist für Passanten, insbesondere Kinder, frei zugänglich. Dadurch besteht die Gefahr der Übertragung gefährlicher Zoonosen. Aus diesem Grund haben die Tierschützer das zuständige Veterinäramt in Luckenwalde informiert. „Dies ist keine Lappalie, gefährliche Krankheiten können so ungehindert übertragen werden – eine Gefahr für Mensch und Tier“, so Klippstein abschließend.

22.03.2012: Arbeitskreis humaner Tierschutz stellt Strafanzeige gegen Veterinäramt in Luckenwalde (…) Darüber hinaus wurde auch Strafanzeige gegen das zuständige Veterinäramt in Luckenwalde gestellt. „Der Behörde ist bekannt, dass der Betreiber der Nerzfarm gegen das Gesetz verstößt, und sie handelt nicht“, so Stefan Klippstein, Pressesprecher vom Arbeitskreis. Laut einem Rechtsgutachten des Berliner Anwalts Rolf Kemper über „Die Garantenstellung der Amtstierärztinnen und Amtstierärzte im Tierschutz“ machen sich Amtsveterinäre, die Verstöße nicht ahnden, genauso strafbar wie die Tierhalter und können daher ebenso zur Rechenschaft gezogen werden. (…)

Video von der Recherche:

Aktion in Potsdam vor dem Ministerium (19.04.2012): LINK