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Stadttauben Projekt

Wie ergeht es eigentlich unserem Stadttaubenprojekt in Bad Kissingen ?
Erinnern Sie sich noch? Mit der Stadt Bad Kissingen haben wir im Jahr 2005 einen Vertrag über die Betreuung eines Taubenschlages getroffen. Vorausgegangen war ein Taubenfütterungsverbot, welches natürlich zur Folge hatte, dass viele Tauben krank wurden und schlichtweg verhungern mussten.

Für Tierfreunde und auch für Mitglieder unseres AK ein Anlass für Proteste aber auch für Konzepte, um dem Taubenproblem vernünftig zu begegnen. Zwar besteht das Verbot immer noch, doch im Gegensatz zu damals gibt es heute einen Taubenschlag, in dem ein großer Teil der Kissinger Tauben versorgt werden kann.
Nach der Fertigstellung des Schlages Anfang 2006 wurden zwei Taubenpärchen eingesetzt. Die Pärchen erfüllten unsere Hoffnungen auf Nachwuchs ziemlich schnell, so dass die ersten sesshaften Tauben versorgt und damit andere Tauben aus dem Stadtgebiet angelockt werden konnten.  Heute, also nach fast fünf Jahren der Taubenbetreuung, beheimatet der Schlag im ehemaligen Schlauchtrockenturm des alten Feuerwehrhauses etwa 90 Tauben! 90 Tauben, die, gäbe es den Schlag nicht, ihr Leben vorwiegend auf Dächern und Mauernnischen verbringen müssten und dabei auf den Abfall der Menschen angewiesen wären.
90 Tauben – eine beeindruckende Zahl! Noch beeindruckender allerdings ist die Summe der Gelege, die gegen Attrappen ausgetauscht wurden: 400 Eier wurden nämlich von den ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen seit Bestehen des Schlages ausgewechselt!  400-faches Tierleid konnte somit verhindert werden! Ein herzliches  Dankeschön dafür dem Kissinger „Stadttaubenteam“!
Apropos Tierleid: Das Team kümmert sich natürlich auch um kranke und verletzte Tauben, die den Weg in den Taubenschlag noch nicht gefunden haben. Nicht selten wird man beim Tierarzt vorstellig oder päppelt ein Tier zu Hause wieder gesund.
Roland Dunkel, Dez. 2009

Geduld gefragt bei der Tauben-Umsiedlung
Doch nach wie vor gilt bei der Konzeption eines solchen Projektes der Grundsatz: Der Schlag muss zu den Tieren!
Am 19. Okt. 2005 wurde der Vertrag zwischen der Stadt Bad Kissingen und dem Arbeitskreis über die Betreuung eines neu zu errichtenden Taubenschlages geschlossen. Nach Fertigstellung des Schlages wurden dann Anfang 2006 zwei Taubenpärchen eingesetzt. Damit verbunden war die Hoffnung, dass sich im Laufe der Zeit weitere Tauben aus dem Stadtgebiet anschließen werden. Diese war, wie man nun sehen kann, nicht unberechtigt.

Wo früher einmal die Schläuche der städtischen Feuerwehr zum Trocknen herunterhingen, verläuft heute der Weg hinauf zum Taubenschlag. Bruni geht diesen Weg mehrmals in der Woche. Die Treppen, die sich im Turm empor schlängeln, führen sie auch an den Räumen einer ehemaligen Bedienstetenwohnung vorbei. Jetzt dienen sie als Lager für Taubenfutter und dem Allerlei, was zum Betrieb eines Taubenschlages gebraucht wird. Auch fließendes Wasser ist vorhanden. Davon nimmt Bruni in einer Gießkanne gleich etwas mit nach oben, denn auch Tauben haben Durst.
Die letzte Treppe, dann die letzten Stufen einer schmalen Stiege. Es knarrt. Ihre Besucherin haben die Tauben längst bemerkt. Hektisches Flügelschlagen und aufgeregtes Gurren dringt durch die Wand. Wie immer versucht Bruni  mit sanfter Stimme, die Vögel zu beruhigen. Nun betätigt sie behutsam das Schloss der Eingangstür. Beim Betreten suchen die Tauben dennoch das Weite – fluchtartig, wie immer.
Aufgewirbelter Staub sinkt langsam zu Boden. Kleine flauschige Federn ebenfalls. Trotzdem, das  Klima ist erträglich. Dafür sorgt eine gut funktionierende Belüftung. All das kümmert Bruni in diesen Minuten jedoch wenig. Sie erledigt ihre Aufgaben, die für sie zur Routine geworden sind. Zu diesen Aufgaben zählt auch der Austausch der Gelege gegen Gipseier. Denn nur so ist im Sinne des Tierschutzes der Bestand der Stadttauben auf ein gewünschtes Maß zu reduzieren. 66 solcher Attrappen hat sie bereits in die Nester platziert. Eine stattliche Zahl! Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Projekt nicht besonders erfolgversprechend begann. Der Grund: Ein unbefriedigendes Ergebnis bei der Auswahl des Standortes mit der Folge, dass über Monate hinweg der Taubenschlag noch schlechter bevölkert war als der Kissinger Kurpark bei strömendem Regen.
Doch die anfängliche Enttäuschung ist gewichen. Heute herrscht weitgehend Zufriedenheit, denn immer mehr Tauben finden Zuflucht unter dem Dach des alten Feuerwehrhauses.
Als Bruni es verlässt, hält sie einen Moment inne und blickt nach oben. Auf der Dachrinne sitzen ihre Schützlinge nun dicht beieinander. Sie beginnt zu zählen. Groß ist ihre Freude, als sie auf die Zahl 45 kommt. So viele waren es noch nie!
Danke Brunhilde für deinen Einsatz!  Dank auch an Margot, Claudia und Frank für die Unterstützung!
Roland Dunkel/31.08.07

2005:
Endlich: Bad Kissingen errichtet einen Taubenschlag
Verhandlungen zwischen Stadt und AK erfolgreich abgeschlossen
Von einigen unrühmlichen Ausnahmen abgesehen, greift in Sachen Stadttauben tierschutzkonformes Vorgehen in deutschen Städten weiter um sich. In die Liste derjenigen Städte, die sich für eine Kooperation mit Tierschutzorganisationen entschieden haben, trägt sich nun auch die Stadt Bad Kissingen ein.

Endlich, werden sich auch die beiden Mitglieder des Arbeitskreises und unermüdlich kämpfenden Tierfreundinnen Margot Wurst und Brunhilde Geiss sagen. Seit Jahren haben sie dieses Ziel vor Augen. Nun soll es Wirklichkeit werden.
In einem am 19.10.2005 geschlossenen Vertrag zwischen der Stadt und dem Arbeitskreis wurden die Weichen für eine bessere Zukunft der Tauben gestellt, zumindest für diejenigen, die das bisherige Fütterungsverbot überstanden haben. Vereinbart wurde, dass die Schlagerrichtung und die Entsorgung des Taubenkots von der Stadt Bad Kissingen übernommen werden. 

Alles andere ist Sache des Arbeitskreises. Das heißt konkret: Die Ausstattung des Schlages; die Übernahme der Futterkosten; das Füttern im Schlag; die Reinigung des Schlages und das für die Regulierung des Taubenbestandes erforderliche Austauschen der Gelege gegen Attrappen. 

All das kostet natürlich auch Geld. Doch wir rechnen auch weiterhin mit Ihrer finanziellen Unterstützung. Ohne Ihre Hilfe wäre das bisherige Engagement des Arbeitskreises ohnehin nicht denkbar. 
Roland Dunkel/AK

Kettenhund „Bully“ befreit.

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