Entenmast geschlossen!

Entenmast geschlossen!

Vor ein paar Jahren haben wir aufgedeckt, wie Enten in einer Mast in Nordrhein-Westfalen gehalten werden. Über Monate observierten wir den Betrieb, in dem unhaltbare Zustände geherrscht haben. Tausende Enten wurden zusammengequetscht auf engsten Raum gehalten, zwischen den lebenden lagen tote, einige Tiere wurden durch herumliegende Gegenstände wie Gitter erdrückt. Die Zustände waren so gravierend, dass wir die Tierhaltung zur Anzeige gebracht haben. Einige Monate später besuchten wir die Mastanlage erneut und wollten zum einen zuschauen, wie die Tiere nach unserer Anzeige gehalten werden, und zum anderen wollten wir den Tierhalter zur Rede stellen. Begleitet wurde Jan Peifer, der die Zustände in der Mastanlage dokumentiert hat, bei seinem erneuten Besuch von einem TV-Kamerateam. Als der verantwortliche Tierhalter uns damals sah, versuchte er Jan Peifer ganz offensichtlich zu überfahren und davonzukommen. Die Attacke konnte damals mit einer Kamera festgehalten werden. Wir erstellten erneut eine Anzeige, diesmal wegen versuchter gefährlicher und schwerer Körperverletzung.
Nachdem der Tierhalter davongefahren war und alle Tore offen gelassen hat, konnte Jan Peifer erneut in den Betrieb schauen. Es waren damals keine Tiere mehr zu sehen, offenbar war der Tierhalter damit beschäftigt, die Stallungen abzubauen.

Vor ein paar Tagen waren wir erneut bei dem Betrieb und anscheinend wurde der Betrieb geschlossen, die große Masthalle ist zumindest nicht mehr vorhanden, wie dieses Bild eindeutig zeigt. Alleine in dem Betrieb wurden rund 30.000 Enten pro Jahr gezüchtet und gemästet.
Auf dem Gelände der Mastanlage steht allerdings noch eine zweite, kleine Halle. Hier wurden in der Vergangenheit Enten gezüchtet. Die Halle war bei unserem Besuch leer. Das Gelände wirkte auch verlassen, ein Wohnwagen, in dem vorher der Mäster teilweise geschlafen hat, ist unbewohnbar und kaputt. Alles deutet darauf hin, dass auch in der 2. Halle keine Tiere mehr gequält werden.

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