Erfolg: Skandal-Bio-Schlachthof geschlossen!

Erfolg: Skandal-Bio-Schlachthof geschlossen!

Anfang des Jahres 2021 veröffentlichten wir Bildmaterial aus dem Bio-Schlachthof der Firma Färber in Neuruppin bei Berlin. Diese zeigten mehrfache starke Tierschutzverstöße beim Umgang mit den Tieren, aber insbesondere auch beim Betäubungs- und Schlachtprozess selbst sowie dem anschließenden Entbluten. So wurden die Tiere mehrfach getreten und zum Teil mit Haken geschlagen und nicht ausreichend betäubt bzw. dann bei Bewusstsein getötet.

Mehr zur Veröffentlichung und das Bildmaterial findest Du hier!

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Als besonders pikantes Merkmal stellte sich bei der Recherche heraus, dass der Schlachthof auch Bio-Schweine schlachtete und kleine und regionale Metzgereien belieferte. Auch die Bio-Company, eine Bioladen-Kette mit 60 Filialen in Berlin, Brandenburg, Dresden und Hamburg, bezog Fleisch aus dem Skandal-Schlachthof. Das Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem Schlachthof im Dezember beendet. Dies führte sicherlich mit dazu, dass in diesem Schlachthof nun keine Tiere mehr geschlachtet werden. Zudem hat das einst vergebene Siegel “QS” den Schlachthof im QS System gesperrt, auch nimmt der Schlachthof nicht mehr an der „Initiative Tierwohl“ teil.

Der Schlachtbetrieb in Neuruppin war seit Veröffentlichung der Aufnahmen pausiert worden. Nun bestätigte das Unternehmen Färber auf unsere Nachfrage, dass die Schlachtungen an diesem Standort eingestellt worden sind. Wir begrüßen diesen Schritt und freuen uns sehr, dass dort nun keine Tiere mehr gequält und getötet werden. 

Strafen für die Verantwortlichen gefordert!

Basierend auf einer Strafanzeige, die wir bereits im November gestellt haben, ermittelt die zuständige Staatsanwaltschaft Neuruppin gegen den Schlachthof wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Auch der Schlachthof selbst hat Strafanzeige gegen einzelne Mitarbeitende gestellt. Wie das zuständige Veterinäramt jetzt mitgeteilt hat, wurde auch durch das Amt Strafanzeige erstattet.

Zudem wurden mehrere Ordnungsverfügungen zum Entzug von Sachkundebescheinigungen sowie zur Gewährleistung des tierschutzgerechten Umgangs mit den „Schlachttieren“ erlassen. Im Schlachthof wurden zuletzt ca. 600-700 Schweine pro Woche geschlachtet. 

 

Normalzustand und keine Einzelfälle

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass dies das 15. mal in den letzten 5 Jahren ist, dass Undercover-Bildmaterial Tierquälerei aus deutschen Schlachthöfen aufzeigt. Wie viele von diesen angeblichen „bedauerlichen Einzelfällen“ müssen Tierrechtler*innen noch aufzeigen, bis die Politik erkennt, dass dringend Handlungsbedarf besteht und Schlachthöfe endlich geschlossen werden?

Was Du tun kannst

Immer wieder wird empfohlen, bei kleinen, regionalen Betrieben zu kaufen, denn dort würde kein Tier gequält. Unsere Bilder beweisen zum wiederholten Mal, dass dies ein Trugschluss ist. Ob klein und regional oder groß und weit weg, kein Tier geht freiwillig in einen Schlachthof und kein Tier will sterben!

 

Mit einer veganen Lebensweise stellst Du sicher, dass für Dich kein Tier leiden muss.

 

Hier findest Du leckere Rezepte für den veganen Einstieg!

 

 

Damit wir weiterhin Tierquälerei wie diese aufdecken und anzeigen können, brauch wir Deine Unterstützung! Hilf uns und den Tiere jetzt mit Deiner Spende. 

 

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