Erster Jahrestag: Keine Tierquälerei mehr im Schweinehochhaus!

Das sogenannte Schweinehochhaus steht in Maasdorf bei Halle (Sachsen-Anhalt). Auf sechs Etagen wurden ca. 500 Sauen gehalten, die jedes Jahr Tausende Ferkel zur Welt gebracht haben. Transportiert wurden die Tiere in die einzelnen Etagen mit Fahrstühlen, Auslauf gab es nicht. Das Schweinehochhaus wurde 1970 erbaut und galt als DDR-Prestigeobjekt, es ist bislang „einzigartig“ in ganz Europa.
Jahrelang haben wir die Zustände in der kritisierten Schweinezuchtanlage dokumentiert und die Bilder an die Öffentlichkeit gebracht. Zuletzt haben versteckte Kameras in 2018 gefilmt, wie Ferkel so lange auf den Boden geschlagen worden sind, bis sie tot waren. Es wurde zudem auch gefilmt, wie Tiere geschlagen und getreten worden sind. Wir haben daraufhin Strafanzeige gegen die Verantwortlichen gestellt, bis heute ermittelt die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau in der Sache.

Die HET GmbH, die das Schweinehochhaus betreibt, geriet letztes Jahr auf Grund unserer Kampagne und aktuellen Videoaufnahmen so massiv in die Kritik und entschied sich dazu, dass Schweinehochhaus zu räumen. Dies erfolgte schrittweise, die Ferkel wurden verkauft und die Zuchtsauen wurden leider nach unseren Informationen nach und nach geschlachtet. Am 01.10.2018 war das Schweinehochhaus dann erstmals komplett leer.
Am heutigen 01. Oktober 2019 waren wir erneut am Schweinehochhaus und führten eine Kontrolle von außen durch. Es freut uns sehr, dass das Schweinehochhaus jetzt schon genau seit 1 Jahr leer steht, jetzt fordern wir den Abriss, damit nie wieder ein Tier im Schweinehochhaus gequält werden kann.

Was der Betreiber mit dem Hochhaus plant und wie es damit weitergeht, ist uns und öffentlich leider bisher nicht bekannt. Für uns zählt jedoch derzeit die Tatsache, dass nun schon bereits über 12 Monate darin kein Schwein mehr ausgebeutet oder gar getötet wurde und wir diesem Grauen, auch durch Ihre Unterstützung, endlich eine Ende bereiten konnten.

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PS: Seit Jahren decken wir und andere Tierrechtler in landwirtschaftlichen Betrieben Missstände auf, immer wieder zeigen Videoaufnahmen unter welchen grausamen Bedingungen Tiere gezüchtet, gemästet, transportiert und geschlachtet werden. Die Politik handelt nicht, Gesetze sind zu schwach und Kontrollen bringen nichts. So ist jeder von uns selbst gefragt und muss aktiv werden und pflanzliche Alternativen nutzen. Denn nur so können wir die  Massentierhaltung und Tierquälerei wirklich beenden!