Nackter Protest vor „Berliner Fashion Week

Am 03. Juli 2012 protestierten Aktivisten des Areitskreises humaner Tierschutz e.V. bei der Berliner Fashion Week um so auf die Qual der Pelzzucht hinzuweisen.

Um gegen die Verwendung von echten Pelzen zu demonstrieren, legten sie sich vor dem Eingang der Fashion Week symbolisch für den Tod und das Leid der Tiere, nackt in Särge. Flankiert wurden sie von einem Sensenmann, der einen toten Nerz in der Hand hielt.

Pelz ist keine Mode – Pelz ist Mord!, so die Botschaft der Tierschützer.

Die Mehrheit der Deutschen lehnt das Tragen von echtem Pelz ab. Entsprechend rückläufig sind die Absatzzahlen der Branche. Trotzdem wird auf der „Berliner Fashion Week“ immer noch echter Pelz als modisch angesagt präsentiert.

Dagegen haben wir heute mit dieser Aktion demonstriert. Der tote Nerz stammt von einer deutschen Nerzfarm (Nähe Berlin). Dort fanden Ermittler des Arbeitskreises das Tier in einer Kadavertonne. Die qualvolle Enge in den Gitterkäfigen, das Fehlen jeglicher natürlicher Strukturen und Beschäftigungsmöglichkeiten lässt die Tiere auf den Pelzfarmen physisch und psychisch krank werden. Wie viele seiner Artgenossen überlebte auch der Nerz, der heute vor der Fashion Week für Aufsehen sorgte, die qualvollen Haltungsbedingungen nicht einmal die wenigen Monate bis zur Häutung.

Der nackte Protest und der tote Nerz sorgten für großes Aufsehen bei den Besuchern der Fashion Week. Unser Sprecher Stefan Klippstein ist mit den Reaktionen zufrieden: „Ich hoffe, dass die Aktion heute die Veranstalter zum Nachdenken zwingt. Viele Designer weltweit, große Modehäuser und mittlerweile auch die Fashion Week in Oslo verzichten bewusst auf echten Pelz. Es wird Zeit, dass auch in Berlin ein Zeichen für Tierschutz gesetzt wird.“

Presseberichte zur Protestaktion vor der Berliner Fashion Week:

Berliner Kurier
BZ-Berlin
Frankfurter Rundschau
Berliner Zeitung