Rechtsstreit zwischen dem Deutschen Tierschutzbüro und Gänsereitern beendet

Das letzte Gänsereiten in Deutschland, das noch mit einer echten, toten Gans durchgeführt wurde, wird ab 2018 Attrappen benutzen. Darauf haben sich die beteiligten Gänsereiter-Clubs Sevinghausen und Höntrop nun geeinigt. Wir haben in der Vergangenheit insbesondere immer wieder kritisiert, dass extra für die Veranstaltung immer noch ein Tier sein Leben lassen musste, obwohl es schon längst Alternativen dazu gibt. Bei diesem Reiterwettstreit wird einer zuvor getöteten Gans vor den Augen der Zuschauer der Kopf abgerissen.

Seit einigen Jahren setzten wir uns immer wieder dafür ein, dass auch die letzten beiden Gänsereiter-Clubs in Bochum keine echte Gans mehr beim Gänsereiten verwenden. Nun ist diesem grauenvollen Schauspiel endlich ein Ende gesetzt.

Im Februar 2016 beantragten wir sogar eine einstweilige Verfügung (16 L 221/16) gegen das Gänsereiten in Bochum. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen lehnte unseren Antrag zwar mit der Begründung ab, dass dieser zu kurzfristig (vor der Veranstaltung) einging und das Gänsereiten fand wie gewohnt statt. Die Richter in Gelsenkirchen bestätigten damals aber in der Begründung ihres Beschlusses unsere Einschätzung , dass die Tötung der Gänse vor dem Gänsereiten „wohl nicht in erster Linie“ dem späteren Verzehr dient, sondern der Reitwettstreit „wohl der eigentliche Kern der Veranstaltung“ ist. Das bedeutet, dass kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes die Tötung der Gans rechtfertigt.

Wir freuen uns sehr, dass wir schlussendlich erfolgreich in unseren Bemühungen sind, nicht aufgegeben haben und für diese barbarische Tradition keine Gänse mehr getötet werden. Auch unser Vorstandsvorsitzender Jan Peifer ist besonders von dieser Entscheidung berührt,  da er bereits als 17 Jähriger gegen die Verwendung von echten Tieren beim Gänsereiten in Bochum-Wattenscheid demonstriert hat.

Damit wir auch in Zukunft solche Erfolge erzielen können, brauchen wir Ihre Unterstützung, bitte werden Sie aktiv und fördern unsere Arbeit.