Kritik an Ministerin Aigner: Tierschützer stürmten Eröffnung der Grünen Woche

Heute wurde die internationale Landwirtschaftsausstellung „Grüne Woche“ in Berlin von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner eröffnet. Tierschutzaktivisten vom Deutschen Tierschutzbüro stürmten die Eröffnungsveranstaltung, um die Ministerin mit den Folgen ihrer verfehlten Agrarpolitik zu konfrontieren.

Aktivisten vom Deutschen Tierschutzbüro haben heute den offiziellen Presserundgang der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) auf der Grünen Woche in Berlin genutzt, um die Ministerin mit den Folgen ihrer Agrarpolitik zu konfrontieren.

Mit Bildern in der Hand, die die tierquälerischen Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung zeigten, skandierten sie „Wir haben Aigner satt“.

Stefan Klippstein, Sprecher des Tierschutzbüros, kritisiert die Ministerin aufs Schärfste: „Ministerin Aigner hat während ihrer Amtszeit nichts getan, um die millionenfache Tierquälerei in deutschen Intensivmastställen zu beenden. Systematisch hat sie versucht, mit populistischen Nebelgranaten davon abzulenken, dass sie als Lobbyministerin der Agrarwirtschaft selbst die kleinsten tierschutzrechtlichen Verbesserungen im Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung verzögert oder verhindert hat. Wir haben Aigner satt.“

Mit seiner Kritik steht das Deutsche Tierschutzbüro nicht allein. Am Samstag findet in Berlin erneut eine Großdemonstration von Landwirten, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschützern sowie kirchlichen Gruppen unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“ statt. Es werden Zehntausende Bürger aus ganz Deutschland erwartet. Das Deutsche Tierschutzbüro beteiligt sich auch an der Großdemonstration.

„Es braucht grundlegende Reformen“, fordert Stefan Klippstein vom Tierschutzbüro, „egal ob Huhn, Schwein oder Pute. Es werden kranke Tiere gezüchtet, die für wenige Lebensmonate auf engstem Raum unter erbärmlichsten Umständen unter Zugabe von reichlich Antibiotika fett gemästet werden. Der erste Tag, an dem sie die Sonne sehen, ist der Tag, an dem sie sterben. In Großschlachthöfen werden sie im Akkord getötet, zerlegt, verarbeitet und in bunte Folien eingeschweißt, deren Aufdruck dem Verbraucher suggerieren soll, dass sie ein glückliches Leben hatten. Diese Form der Tierhaltung ist ethisch nicht vertretbar. Wir brauchen eine neue Tierschutz- und Verbraucherschutzpolitik.“

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