Humorvolle Aktion zu Ostern in Berlin

Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben unsere Berliner Aktivisten in der Woche vor Ostern auf das Leid der Millionen Legehennen in Deutschland aufmerksam gemacht. Sie forderten von den Verbrauchern: „Sex statt Eier“. Gemeint ist damit die humorvolle Idee, dass man statt Eier zu essen, lieber Sex haben sollten, um so tierleidfrei das Osterfest feiern und genießen zu können.  In sexy Bunny- Kostümen verteilten die Aktivistinnen vegane Kondome und klärten dabei über die tierquälerischen Bedingungen der Eierproduktion auf.

Die Deutschen essen im Jahr durchschnittlich über 200 Eier, am meisten eben in der Osterzeit.  Doch den meisten Menschen dürfte dabei leider nicht bewusst sein, unter welchen grausamen Bedingungen die Tiere gehalten werden. In einer umfangreichen Undercover-Recherche haben wir letztes Jahr aufgezeigt, dass nicht nur die Käfighaltung (Kleingruppenhaltung) und Bodenhaltung tierquälerisch sind, sondern dass selbst Freiland- und Biohühner in riesigen Ställen übereinander gestapelt gehalten werden. 10.000 und mehr Biohennen pro Stall sind mittlerweile völlig normal und mit artgerechter Haltung hat das schon lange nichts mehr zu tun. Teilweise werden die Tiere sogar auch daran gehindert, in den gesetzlich vorgeschriebenen Auslauf zu kommen.  Bio ist somit als auch nicht mehr das Gelbe vom Ei und hinter jedem Ei steckt bei den Massen der heutigen Zeit in der Regel Tierquälerei.

Neben der schlechten Haltung der Tiere dürfte für viele Verbraucher jedoch auch das Thema Gesundheit eine Rolle bei dem Verzicht auf Eier spielen. Der übermäßige Verzehr von Eiern kann z.B. zu einem erhöhten Cholesterinspiegel führen. Die Folge bei Männern könnten dadurch u.a. Erektionsstörungen hervorrufen und so das Sexleben aller negativ beeinflussen. Wer also lustvoll Sex haben möchte und dabei auch noch Tierleben retten will, sollte Eier lieber durch pflanzliche Alternativen ersetzen. So sind am Ende nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen glücklicher.

Medienberichte:
Berliner Kurier 26.03.2018

RBB zibb 26.03.2018