Warnung: Modehaus Bogner verkauft Hundefelle

Wie Recherchen des Deutschen Tierschutzbüro e.V. ergaben, verwendet das Modeunternehmen Bogner in seinen Kollektionen Echtpelz von ausländischen Pelzfarmen, wie China und Finnland. Die Tierschutzgesetze für Pelztiere sind dort mehr als tierschutzwidrig und die Tiere leiden täglich unter den tierquälerischen Haltungsbedingungen. Sie leben eingepfercht in viel zu engen Drahtkäfigen und verstümmeln sich mitunter gegenseitig. Mit nur wenigen Monaten erwartet sie ein qualvoller Tod, oftmals leben sie noch während der Häutung. Aus diesen Gründen startete die Tierschutzorganisation Anfang November seine Anti-Pelz-Kampagne gegen das Luxusmodelabel.

Es gibt keine offizielle Kennzeichnungspflicht in Deutschland und es ist für Verbraucher nicht erkenntlich, welches Tier konkret hinter dem erworbenen Pelz steckt. „Bogners Kunden müssen wissen, dass für sie junge Hunde brutal getötet werden“, so Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros. Bogner verwendet Pelz mit der Bezeichnung „Raccoon“, fälschlicherweise wird oft angenommen, dass es sich um Waschbär und nicht um den zur Familie der Hunde gehörigen Marderhund handelt. Diese Hunde vegetieren oft auf riesigen Farmen in winzigen Käfigen und mit nur wenigen Monaten wird den normalerweise monogam lebenden jungen Hunden das Fell abgezogen. „Jedes Tier hat ein Recht auf Leben und darf nicht aus reiner Profitgier getötet werden“, so Peifer weiter.

Gerade in der Weihnachtszeit verkauft das Unternehmen Jacken und Mützen mit Pelzbesatz. Vielen Verbrauchern ist gar nicht bekannt, dass die meisten Pelzapplikationen auch mit zum Teil giftigen Chemikalien behandelt werden. Die Rückstände können bei direktem Hautkontakt Allergien und Ausschläge auslösen. Verbraucher- und Tierschützer raten daher, auf Echtpelz zu verzichten, damit Tier und Mensch geschützt werden.

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