Jahresrückblick 2022

Jahresrückblick 2022

2022 war in vielerlei Hinsicht für uns alle ein herausforderndes Jahr. Die zahlreichen globalen Krisen haben auch unser Team zutiefst bewegt. Doch statt uns von dem Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit lähmen zu lassen, haben wir all unsere Energie darauf verwendet, zumindest in unserem Bereich positive Veränderungen zu erwirken. Das war gar nicht so leicht, denn die Krisen hatten auch ganz reale Auswirkungen auf unsere Arbeit: Aufgrund der weltweiten Ereignisse hat das Thema Tierrechte in den Medien zunächst noch weniger Gehör gefunden als sonst. Dennoch ist es uns gelungen, erneut schwere Missstände ans Tageslicht zu bringen und Tiere aus erschreckenden Zuständen zu befreien. Erfahre jetzt mehr in unserem spannenden Jahresrückblick.

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Drei Highlights

Geliebt? Gemästet! Getötet!

2022 haben wir Aufnahmen aus der größten Kaninchenzuchtanlage Deutschlands veröffentlicht und mit unserer Kampagne “Geliebt? Gemästet! Getötet!” erschreckende Zustände aufgedeckt. Die Tiere werden für ihr Fleisch gemästet und teilweise auch für Tierversuche benutzt. Tausende Kaninchen kauern hier auf Gitterböden in viel zu engen Käfigen. Besonders brutal: Kranke Kaninchen werden mit voller Wucht auf den Boden geschleudert oder mit einer Eisenstange erschlagen. Wir haben umgehend Strafanzeige erstattet und eine Petition gestartet, der sich bislang über 100.000 Menschen angeschlossen haben.

 

Qualfleisch – Direkt von Bauern

In diesem Jahr haben wir auch die bislang größte Aufdeckung in der deutschen Schweinemast veröffentlicht: Unter dem Motto “Qualfleisch – direkt von Bauern” veröffentlichten wir Aufnahmen aus gleich sieben Zulieferbetrieben des Fleisch- und Schlachtkonzerns Westfleisch. In allen sieben Betrieben wurden massive Verstöße gegen Tierschutzgesetze dokumentiert. Aus diesem Grund haben wir gegen jeden von ihnen Strafanzeige erstattet. Die Aufdeckung hat große Welle geschlagen, unzählige Medien berichteten über die Tierquälerei bei Westfleisch-Zulieferbetrieben. Insgesamt haben wir mit der Aufdeckung so viele Menschen über die Medien erreicht, wie noch nie zuvor.

 

Mission Pelz: Fur Free Europe

2022 waren wir außerdem in “Mission Pelz” unterwegs. Gemeinsam mit dem deutschen Umweltschützer und YouTuber Robert Marc Lehmann, konnten wir 2 Füchse aus einer polnischen Pelzfarm befreien. Doch damit nicht genug. Unser Ermittlerteam machte sich später noch einmal nach Polen auf und rettete 9 weitere Füchse und Marderhunde. Insgesamt konnten so 11 Leben vor einem grausamen Schicksal bewahrt werden. Das ist die größte Pelztier-Rettung bislang! Die bewegende zweiteilige Videoserie hat die Herzen unzähliger Menschen erreicht. Über 1 Million Menschen haben sich der Europäischen Bürgerinitiative Fur Free Europe angeschlossen und fordern mit uns und weiteren Organisationen ein Ende von Pelzfarmen in Europa.

 

Unsere Erfolge

Mit unseren Aufdeckungen und Kampagnen haben wir 2022 so viele Menschen erreicht wie noch nie! Insgesamt gab es über 3.600 Medienberichte. Dadurch hatten wir eine potentielle Medienreichweite von sagenhaften 800 Millionen. In allen Fällen deckten unsere Recherchen dabei grausame Tierquälerei auf, die wir immer zur Anzeige gebracht haben. Insgesamt haben wir in den letzten 12 Monaten 10 Strafanzeigen gestellt.

 

Wir machen weiter

An dieser Stelle ist ein großes Dankeschön angebracht. ❤️ Unsere Arbeit ist auch 2022 nur möglich gewesen dank der Menschen, die unsere Arbeit ideell, aber vor allem finanziell unterstützen. Insbesondere in Zeiten wie diesen, wo viele Menschen den Gürtel enger schnallen müssen, wissen wir es sehr zu schätzen, dass unsere Spender*innen weiterhin treu an unserer Seite stehen. Und so können wir, dank des in uns gesetzten Vertrauens, auch 2023 weitermachen! Wir sind nach dem Jahresrückblick entschlossener denn je, in den kommenden 12 Monaten unserem Ziel ein großes Stück näher zu kommen: die Massentierhaltung und Pelztierzucht zu beenden und Tierrechte in unserer Gesellschaft zu stärken. Bist Du dabei?
 

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