Känguru-Jagd muss verboten werden!

Känguru-Jagd muss verboten werden!

Kängurufleisch wird hauptsächlich nach Deutschland exportiert!
Aufgrund der gehäuften Fleischskandale in Deutschland wie BSE und Gammelfleisch, steigen einige Verbraucher auf exotisches Fleisch um. Anstatt Fleisch aus hiesiger Massentierhaltung, verzehren sie importiertes Fleisch wildlebender Tiere, wie das der Kängurus. In den letzten zehn Jahren stieg die Menge importierten Kängurufleisches nach Deutschland von 416.375 Kilogramm auf 1.009.903 Kilogramm an. Damit ist Deutschland Spitzenreiter in der EU, gefolgt von Belgien und Frankreich.

Probleme die mit der Kängurujagd einhergehen
Es gibt unzählige Probleme, die mit der Gewinnung von Kängurufleisch einhergehen. Es besteht ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Menschen, da in den Kadavern extrem hohe Bakterienwerte gefunden wurden. Es gibt zwar die Regelung, dass nur gesunde Tiere geschossen werden dürfen, doch sind die Jäger nur selten qualifiziert, den Gesundheitsstatus eines Kängurus zu beurteilen. Einige kontrollierte Jagden werden von der Behörde angeordnet, doch handelt es sich dabei um einen äußerst geringen Anteil. Die meisten Tiere werden nachts und fernab jeglicher Zivilisation geschossen. Dies führt zu einem weiteren Problem: Die lange Zeit zwischen Tötung und Kühlung erhöht das Risiko der Bakterienkontamination. E. Coli und Salmonellen werden immer wieder in Kadavern nachgewiesen, welche teilweise tagelang in nicht sterilen Kühlapparaten hängen, bevor sie weiter verarbeitet werden.

Es gibt noch immer die Annahme, dass Kängurus eine Plage sind, doch gibt es dafür keine wissenschaftlichen Nachweise. Die Bestände des Östlichen und Westlichen Grauen Riesenkängurus, des Roten Riesenkängurus und des Bergkängurus sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen und gefährdet. Doch die industriellen Anreize sind zu hoch, um die Bejagung einzuschränken und stärker zu kontrollieren. Es finden zwar Jagdkontrollen statt, doch kommen in bestimmten Gegenden auf 940.757 getötete Kängurus drei Kontrolleure.

Das größte Problem besteht in dem Wohlbefinden der Tiere während der Jagd. Es gibt die Vorschrift, dass Tiere nur mit einem Kopfschuss getötet werden dürfen. Doch viele der untersuchten Kadaver weisen Körperschüsse auf und lassen vermuten, dass unzähligen Tieren die Flucht gelang bevor sie elendig starben. Außerdem werden ungefähr 440 000 Jungtiere jährlich gekeult oder verhungern elendig, da ihre Elterntiere getötet wurden. Ungefähr 25% der geschossenen Muttertiere haben Jungtiere bei Fuß, doch wie viele Jungtiere sich bei der Tötung noch im Beutel befinden ist ungewiss.

Fleischkonsum geht immer einher mit Qual und Tod von Lebewesen, egal ob sich das Tier zuvor in Gefangenschaft oder der Wildnis befand. Bitte unterstützen Sie unsere Forderung nach einem Importstopp von Kängurufleisch, denn neben dem hohen Gesundheitsrisiko ist mit der Gewinnung des Fleisches erhebliches Tierleid verbunden.

 

kurve_1

kurve_1


Maskottchen „Joey“ übergibt Känguru-Petition
Wir starteten eine Petition gegen den Import dieses Fleisches und mit Ihrer Hilfe kamen dabei über 10.000 Unterschriften zusammen! Wir und unser Aktionsmaskottchen „Joey“ sagen vielen Dank! Unser Maskottchen hat die Unterschriften beim Bundeslandwirtschaftsministerium abgegeben. Unsere Aufklärungsarbeit im Zusammenhang mit der Petition wurde von einigen Medien aufgenommen, es gab Radiointerviews und Zeitungsberichte. Wir schrieben viele Restaurants an, die das Fleisch verkauften, und erhielten einige positive Reaktionen von Restaurantbetreibern, die nun genauer auf die Herkunft des Fleisches achten werden. Aber auch Supermärkte informierten wir und so hat der Discounter Aldi Kängurufleisch in seine Tierwohl-Einkaufspolitik aufgenommen und wird zukünftig kein Känguru-Fleisch anbieten. Mit Ihrer Hilfe werden wir weiterhin Druck auf die zuständigen Politiker und Verantwortlichen machen und die Zustände hinter den verkauften tierischen Produkten aufdecken!


Quelle Fotos: Greg Keightley
Quelle Daten: Senate Foreign Affairs, Defence and Trade Legislation Committee