Kaninchenfleisch steht für Tierquälerei

Saftig grüne Wiesen, viel Platz zum Bewegen und Tollen – so stellen sich viele Verbraucher die Kaninchenhaltung vor. Durch eindrucksvolle Werbung und putzige Kaninchenbilder wird sie ihnen auch so von der Fleischwirtschaft vorgegaukelt.

Farbenfrohe Bilder von glücklichen Tieren, ein netter Slogan, so einfach ist die heile Werbewelt. Dass die Realität jedoch eine ganz andere ist, versucht man dabei mit allen Mitteln zu verschweigen. Der Grund liegt auf der Hand. Wer würde schon guten Gewissens Fleisch kaufen, auf dem Bilder von verletzten, kranken Tieren in engen Käfigen zu sehen sind? Niemand, aber so müssen Kaninchen in Deutschland leider leben.

Die Industrialisierung hat auch vor der Kaninchenhaltung nicht Halt gemacht: Auf Drahtgitterböden ohne Einstreu gehaltene Tiere sorgen für weniger Personaleinsatz, Futterautoamten dagegen für eine kontinuierliche Gewichtszunahme. Die Tiere plagen dabei unbehandelte Entzündungen der Schleimhäute und an den empfindlichen Pfötchen.  Blutige Fehlgeburten und eine hohe Sterblichkeitsrate von 20- 30 % nehmen die Mäster in Kauf.

Grausame Haltung der Kaninchen für die Fleischproduktion

Kaninchen, die für die Fleischproduktion gezüchtet und mästet werden, werden in konventionellen Betrieben in Käfigen mit Drahtgitterböden gehalten. Fernab der bäuerlichen und idyllischen Vorstellung werden hier mehrere tausend Kaninchen in Metallkäfigen übereinander gestapelt gehalten. Pro Käfig, der eine Höhe von maximal 30-40 cm aufweist, werden bis zu acht Tiere gleichzeitig gehalten. In der sogenannten Endmastphase, wenn die Tiere kurz vor der Schlachtung stehen, steht jedem einzelnen Kaninchen gerade einmal so viel Platz wie die Größe eines DIN A4-Blatts zu. Da die Tiere keinerlei  Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten haben, geraten sie des Öfteren untereinander in aggressive Auseinandersetzungen, die meist in blutigen Verletzungen enden. Die Kaninchen sind von Beginn ihres Lebens permanentem Stress, vor allem während der Nahrungsaufnahme, ausgesetzt. Zudem schneiden die Gitterböden der Käfige den empfindsamen Tieren in die Läufe und Pfoten.  So wird den Tieren das Ausleben der natürlichen Grundbedürfnisse in der Käfighaltung gänzlich versagt bzw. diese müssen vollständig unterdrückt werden. Durch die Enge in den Käfigen können sich die Kaninchen weder richtig aufrichten, noch natürlich bewegen, was zu  Knochenschwäche, Wirbelsäulenverkrümmung führt und deren Bewegungsapparat mit der Zeit verkümmert.

Hätten Sie’s gewusst? Leben von Kaninchen in freier Wildbahn
Kaninchen sind insgesamt sehr bewegungsfreudige  Tiere, die gerne in Gesellschaft leben und daher niemals alleine gehalten werden sollten. In der Regel leben sie in Kolonien von bis zu drei Männchen, mehreren Weibchen und ihren gemeinsamen Jungtieren zusammen. Für Schutz und Rückzug ist es typisch für Kaninchen, dass sie sich über mehrere Meter in die Erde hinein ein eigenes Tunnelsystem buddeln und auch dort ihre Nachkommen zur Welt bringen. Tagsüber sind die empfindsamen Tiere meist in ihren Höhlen unterwegs und kommen erst zur abendlichen Dämmerung aus ihren Bauten, um nach Nahrung zu suchen.  Wenn sich ein Kaninchen ängstigt, zeigt er dies seinem Gegenüber durch ein Klopfen der Hinterpfoten auf den Boden.  Ähnlich wie bei Wiederkäuern geht das Fressen und Verdauen bei Kaninchen über mehrere Stunden, daher fressen sie meist eher kleinere Portionen, dafür aber viele.

Das können Sie tun!
Kaum zu glauben, aber die grausame Käfighaltung ist gesetzlich erlaubt. Damit die Kaninchen nicht mehr leiden müssen, müssen Sie handeln. Verzichten Sie auf den Verzehr von Kaninchenfleisch. Informieren Sie Ihre Freunde und Bekannte über das Schicksal der Kaninchen. Unterstützen Sie uns mit einer Spende, damit wir für die Freiheit alle Kaninchen kämpfen können.

Weitere Links und Informationen:
Wir setzen uns schon sehr viele Jahre für Kaninchen ein und konnten bereits viel für die Tiere erreichen:

In Sachsen wurde eine Kaninchenmast durch unsere Arbeit und Recherche geschlossen. Lesen Sie hier mehr.
Und auch in Brandenburg wurde eine Mastanlage durch unsere Aktivitäten geschlossen, schauen Sie sich hier die Bilder an.
Durch unsere Recherche und unser Engagment haben wir es sogar geschafft einen Kaninchenschlachthof in Brandenburg zur Schließung zu bringen, lesen Sie hier alles dazu.