Tierquälerei in Zoohandlung gestoppt

Mäuse_Lebendfutter

Über unser Online-Meldeformular erreichte uns der Hinweis auf eine nicht tiergerechte Haltung von Mäusen in einer Zoohandlung in Berlin-Neukölln. Unser Ermittler Stefan Klippstein ging der Meldung umgehend nach.

Als gelernter Tierpfleger verfügt er über das nötige Fachwissen und stellte tatsächlich gravierende Verstöße fest: die Tiere wurden nicht nur nicht artgerecht gehalten, sondern auch als Lebendfutter für Schlangen und andere Tiere angeboten. Dies ist jedoch nur in Einzelfällen und unter strengen Auflagen gestattet.

Eine Meldung beim zuständigen Veterinäramt hatte umgehend Erfolg-der Verkauf von Mäusen wurde dem Händler mit sofortiger Wirkung untersagt. Auch ein Testkauf mit versteckter Kamera bestätigte, dass die Zoohandlung keine lebenden Mäuse mehr verkauft.

Hier konnten wir die Tierquälerei beenden, bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Mitgliedschaft oder Spende, damit wir noch mehr Tierquäler stoppen können. Eine Mitgliedschaft ist bereits ab 5 Euro im Monat möglich.

UPDATE 14.09.2013
Erneut verbotene Lebendfutterabgabe gestoppt

Weil eine Berliner Tierhandlung lebende Mäuse als Reptilienfutter verkauft hatte, war dem Betreiber bereits eine Auflage erteilt worden. Lebende Tiere dürfen nur in Einzelfällen als Futtertiere verkauft werden. Dazu muss nachgewiesen werden, dass die zu fütternden Tiere kein anderes Futter (z.B. gefrorene, fachgerecht getötete Mäuse) akzeptieren. Außerdem ist ein besonderer Sachkundenachweis erforderlich. Nun muss der Betreiber der Zoohandlung mit einem weiteren Verfahren rechnen, weil er trotz Verbot lebende Mäuse aus seiner Privatwohnung heraus verkauft haben soll. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird ihm das zuständige Veteinäramt nun den gewerblichen Handel mit Tieren untersagen.

UPDATE 23.09.2013
Wir haben vom Veterinäramt die Rückmeldung bekommen, dass gegen den Züchter und Verkäufer ein Bußgeld verhangen worden ist. Auch der Verkauf wurde ihm untersagt. Erfolg auf ganze Linie!