Massives Tierleid hinter bunter Ostertradition

Massives Tierleid hinter bunter Ostertradition

Auch dieses Jahr steigt pünktlich zur Osterzeit wieder der Eierkonsum im Lande. Was vielen dabei nicht bewusst ist, die bunt gefärbten Ostereier kommen oft aus Käfighaltung-Betrieben und sind somit für massives Tierleid verantwortlich. Gegen einen dieser Betriebe laufen nun Ermittlung wegen Tierquälerei. Wir fordern: keine Eier zu Ostern!

 

Konsum von Eiern so hoch, wie noch nie

Knapp 20 Mrd. Eier wurden 2021 allein in Deutschland gegessen, so viele wie noch nie. Pro Kopf sind das 239 Eier. Besonders in der Osterzeit nimmt der Konsum von Eiern, vor allem von gefärbten Eiern, massiv zu. Fast überall werden die bunten Eier verschenkt, verkauft oder als Mitbringsel angeboten. 

 

Viele Ostereier stammen aus der Käfighaltung

Aber genau diese Ostereier stehen für Tierleid und Ausbeutung. Das Problem hier: Der Eier-Stempel, der u.a. die Haltungsform angibt, muss bei verarbeiteten Lebensmitteln nicht angegeben werden.

Da bunte Ostereier gekocht und gefärbt werden, gelten sie als verarbeitete Lebensmittel und eine Kennzeichnung ist damit gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele fröhlich bunt daherkommende Ostereier stammen aus der tierquälerischen Käfighaltung – das muss uns unbedingt bewusst sein. 

 

 

Die Tierquälerei geht weiter

Die meisten Menschen denken, dass diese Art der Hühnerhaltung in Deutschland überhaupt nicht mehr existiere, ein Irrtum. Die Käfighaltung von Hühnern ist auch hierzulande weiterhin erlaubt und so werden in Deutschland ca. 2,5 Millionen Hühner im Käfig gehalten. 

Seit 2010 ist die Haltung von Hühnern in Batteriekäfigen hingegen verboten. Diese unterscheiden sich von der Kleingruppenhaltung durch ihre Größe. In der Kleingruppenhaltung hat das einzelne Tier wenige Zentimeter mehr Platz, zudem gibt es Sitzstangen, ein Legenest und einen Bereich zum Scharren. 

Was auf den ersten Blick nach etwas mehr Fortschritt für die Tiere klingt, ist am Ende jedoch nur heiße Luft. So hat die Industrie die Käfige mit ein paar Stangen als Sitzstange, einer Plastikmatte als Scharrbereich und einem Plastikvorhang als Legenest ausgestattet, doch die Tierquälerei geht weiter.

 

Die vergessenen Hühner

Erst im Dezember 2021 hat das Deutsche Tierschutzbüro Bildmaterial aus genau solch einer Kleingruppenhaltung (Käfighaltung) veröffentlicht. Der Betrieb befindet sich in Billerbeck, Kreis Coesfeld bei Münster in Nordrhein-Westfalen. In dem Betrieb wurden ca. 100.000 Hühner ausschließlich im Käfig gehalten.

Die Bilder waren schockierend. Die Tiere wurden in engen Käfigen zusammengepfercht, Auslauf und Tageslicht gab es nicht. Einige wurden beim Ausstallen ohne Futter und Wasser zurückgelassen, einfach ihrem Schicksal überlassen. Es wurden sofort das zuständige Veterinäramt in Coesfeld und die Staatsanwaltschaft Münster informiert. Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Auch gefärbte Eier aus Tierqual-Betrieb

Nach Informationen des Deutschen Tierschutzbüros stammen auch gefärbte Ostereier aus dem Betrieb. Wo genau die Eier verkauft und angeboten werden, weiß niemand, noch nicht einmal der Anlagenbetreiber selbst. In dem Betrieb werden ca. 3,5 Millionen Käfigeier pro Jahr produziert. Wer diese Tierquälerei nicht unterstützen möchte, sollte eine Alternative zu gefärbten Eiern wählen, wie z.B. vegane Schokoeier.  

Auf Twenty4VEGAN.de finden sich hervorragende Ei-Alternativen und leckere Rezepte für das Osterfest.