Aktivisten stören Abendveranstaltung mit Umweltministerin Tack

Ende Dezember störten Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüro eine Veranstaltung in Berlin. Bei der Podiumsdiskussion ging es eigentlich um das Thema Technologien. Doch die Tierschützer schlichen sich bei der Abendveranstaltung ein und entrollten ein Banner mit der Aufschrift „Nerzfarmen schließen – – Stoppt die Tierqual“.

Seit Dezember 2011 wird die letzte Pelzfarm in Brandenburg vor den Toren Berlins illegal betrieben. Der Nerzfarmer hält sich nicht an die gesetzlich vorgeschriebene Mindestgröße der Käfige. Wir weisen seit Anfang des Jahres auf diesen Missstand hin und dokumentiert in regelmäßigen Abständen die Farm. Zuletzt konnte unser Recherche-Team beobachten wie brutal ein Farmmitarbeiter mit den Nerzen umgeht: „Ein Tier entkam aus dem engen Käfig, wurde dann aber eingefangen und durch die Luft geschleudert.“ Wir haben die Farm mehrfach angezeigt. Auch wurde eine Postkarten-Aktion an Fr. Tack gestartet, bisher haben über 15.000 Menschen dabei mitgemacht >Hier geht es zur Postkartenaktion<

„Die Umweltministerin hat sich bisher noch nie öffentlich zu der Nerzfarm geäußert, sie hätte auch die Möglichkeit, die Farm sofort zu schließen, macht es aber nicht“. Aus diesem Grund haben wir Frau Tack einen toten Nerz, der aus der Nerzfarm Frankenförde (Brandenburg) stammt, als Negativ-Preis für ihre Tatenlosigkeit überreicht. „Die Ministerin war überrascht, als wir ihre Veranstaltung störten, unser Banner ausrollten und ihr den toten Nerz überreichten, auf eine Diskussion hat sie sich erwartungsgemäß nicht eingelassen. Nach ein paar Minuten wurden wir unsanft des Raumes verwiesen. Dennoch sind wir sehr zufrieden mit der Aktion, denn wir wollten Frau Tack deutlich machen, dass sie dringend handeln muss, damit die Tierquälerei ein Ende hat und das wir nicht wegsehen werden.“