Aktuelle Aufnahmen zeigen, warum die Pelztierfarm bei Magdeburg geschlossen werden muss

Aktuelle Aufnahmen zeigen, warum die Pelztierfarm bei Magdeburg geschlossen werden muss

Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. veröffentlicht aktuelle Aufnahmen von der letzten Nerzfarm in Sachsen-Anhalt. Die Bildaufnahmen zeigen Tierquälerei, der Verein fordert eine sofortige Schließung der Farm.

Die Bildaufnahmen zeigen die letzte Nerzfarm in Sachsen-Anhalt in Grabow bei Magdeburg. Einem Rechercheteam des Deutschen Tierschutzbüros e.V. gelang es, die traurigen und dennoch legalen Lebensbedingungen der Nerze einzufangen. „Die Aufnahmen zeigen deutlich gequälte Tiere“, so Jan Peifer Gründer des Tierschutzvereins. Besonders pikant: Im Gegensatz zu den anderen neun aktiven Nerzfarmen in Deutschland, hat die Nerzfarm in Grabow sogar größere Käfige, „dennoch quetschen sich die Tiere an die Gitterwände“, so Peifer weiter. Für das Deutsche Tierschutzbüro e.V. Grund genug, erneut die gesamte Pelztierzucht Deutschlands in Frage zu stellen. „Hier sieht man, dass größere Käfige für die Nerze überhaupt nichts bringen, Wildtiere gehören nicht in einen Käfig sondern in die Freiheit“, so der Pelztierexperte Peifer.

Jetzt im Februar kommen die jungen Nerze auf der Nerzfarm in Grabow zur Welt, die im Herbst dieses Jahres massenweise getötet werden. Ihr kurzes Leben fristen sie in Drahtgitterboxen, um dann als Produkt im Schaufenster zu landen. Dabei benötigt heutzutage kein Mensch mehr Pelz, um sich kleiden zu können. Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. fordert endlich die Umsetzung des Pelztierfarmverbots in Deutschland, wie es bereits angekündigt wurde. In einigen anderen europäischen Ländern sind Pelztierfarmen inzwischen nicht mehr erlaubt. Deutschland würde damit ein Zeichen gegen Tierqual setzen.

Jan Peifer sieht besonders die Nachfrage der Konsumenten als ein Problem: „Die meisten Menschen machen sich beim Kauf ihres Mantels keine Gedanken darüber, ob es sich beim Pelz an der Kapuze um Echt- oder Kunstpelz handelt. Der Preis ist schon längst kein ausschlaggebendes Kriterium mehr, da oftmals billiger Pelz aus China verwendet wird. Das große Problem liegt in der fehlenden Deklaration, der Verbraucher weiß nicht, von welchem Tier der Pelz stammt und unter welchen Bedingungen das Tier zuvor leben musste“.

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