Kreis Gütersloh bekommt Negativ-Preis „“Hammer des Jahres“ verliehen!“ –

Der Vergleich zwischen Kreis Gütersloh und Nerzfarm kostet Tausende Tiere das Leben – aktuelle Aufnahmen belegen: Die sogenannte „Ernte“ hat bereits begonnen.

Nach Ablauf einer fünfjährigen Übergangsfrist ist die Haltung von Nerzen in kleinsten Gitterkäfigen seit Ende 2011 verboten. Dagegen klagten die Betreiber der Nerzfarm Gütersloh und konnten so einen Vergleich mit dem Kreis erzwingen. Nach diesem Verglich dürfen sie bis Ende 2013 weiter Nerze züchten, töten und häuten ohne eine Strafe oder finanzielle Einbußen zu befürchten. Wir sind über den Vergleich empört.

Vor sechs Jahren wurde vom Bundesrat eine neue Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung („Verordnung zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere und anderer zur Erzeugung tierischer Produkte gehaltener Tiere bei ihrer Haltung“) beschlossen, die auch bessere Haltungsbedingungen für Tiere auf Pelztierfarmen festschreibt. So soll Nerzen zukünftig mind. 1 m² Platz zur Verfügung stehen. Für die Umsetzung wurde den Pelztierfarmbetreibern eine lange Übergangsfrist von 5 Jahren eingeräumt. Diese lief am 11.12.2011 aus.

Umgesetzt der Pelzfarmbetreiber Stüker diese Vorgaben bis heute nicht. Stattdessen zogen er vor Gericht, um die Umsetzung geltenden Rechts zu verhindern. Im Juli dieses Jahres schloss der Kreis Gütersloh einen Vergleich mit den Nerzfarmbetreibern. Die Farm soll geschlossen werden, aber erst Ende 2013. Aus unserer Sicht ein Skandal. Damit nimmt der Kreis billigend in Kauf, dass auf der Farm weiterhin Tausende Nerze unter tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet, gehalten und getötet werden.“ 

Für die Betreiber hat sich der Vergleich gelohnt. Er kann dadurch zweimal mehr „ernten“. Unsere aktuellen Videoaufnahmen zeigen, dass er mit dem Töten der Tiere bereits begonnen hat.

Vor einigen Monaten haben wir das Veterinäramt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt, in diesen Tagen kam die Einstellung der Anzeige. Wir werden gegen die Einstellung Beschwerde einlegen.

WIR verleihen daher dem Kreis Gütersloh den „Hammer des Jahres“ für besonders tierschutzwidriges Behördenhandeln. „Der Betreiber hat geltendes Tierschutzrecht vorsätzlich ignoriert und profitiert jetzt davon, „Tausende Tiere müssen hingegen den unsäglichen Vergleich zwischen Farmbetreiber und Kreis mit viel Leid und dem Leben bezahlen.“