21. September 2020
Am vergangenen Donnerstag haben wir zusammen mit weiteren Tierrechtler*innen das schreckliche Bildmaterial aus der größten Schweinemast Niedersachsens auf einer Leinwand vor dem Tönnies-Schlachthof in Sögel veröffentlicht.

Nachdem unser Vorstandsvorsitzender Jan Peifer bereits am Mittwochabend den Tieren seine Stimme live bei RTL SternTV geben konnte, sorgten wir auch bei dieser Aktion für ein großes Medienecho. Viele dieser Berichte und auch den Link zur Mediathek von Stern TV findest Du hier.

Bei dieser Schweinemast handelt es sich um einen weiteren Zulieferer von Tönnies. Die Videoaufnahmen zeigen, wie dicht gedrängte Tiere in ihrem eigenen Kot stehen müssen. Viele der Schweine weisen zum Teil sehr schwere Verletzungen auf, die nicht über Nacht entstanden sind. So sind unbehandelte, blutige Verletzungen, riesige Tumore und Abszesse zu sehen. Teilweise können die Tiere nur noch humpeln. Besonders erschreckend: In den beiden dokumentierten Nächten wurde das Trinkwasser offenbar bewusst von dem Betreiber abgestellt. Eine bei Schweinemäster*innen beliebte, wenn auch gesetzlich verbotene Methode, damit die Tiere am nächsten Morgen schneller einen hochkalorischen Futterbrei aufnehmen. Umso schneller die Schweine fett werden, umso mehr Profit für die Landwirt*innen. Auch wurden an einigen Stellen die gesetzlichen Vorgaben von max. 2 cm Spaltenbreite nicht eingehalten. So war die Spaltenbreite zum Teil ca. 10 cm groß, dabei handelt es sich um eine nennenswerte Verletzungsgefahr für die Tiere.

Der Mastbetrieb liegt in Sustrum, Samtgemeinde Lathen im Landkreis Emsland. Verteilt auf drei Hallen werden dort ca. 15.000 Tiere gehalten. Damit leben dort ca. 10-mal mehr Schweine als Einwohner*innen in der kleinen Ortschaft. In drei Mastdurchgängen werden ca. 45.000 Schweine pro Jahr gemästet.

Mit dieser Aktion wollten wir Tönnies den Spiegel vorhalten, denn das ist binnen wenigen Wochen schon der zweite Fall von Tierquälerei aus einem Tönnies- Zuliefererbetrieb. Inzwischen hat Tönnies eingeräumt, die Zusammenarbeit mit dem Schweinemäster vorerst ruhen zu lassen und diesen als Zulieferer zu sperren.

Schau Dir jetzt das Video von der Aktion an:
PS: Nach unserer Anzeige hat das zuständige Veterinäramt ebenfalls Missstände vorgefunden und auch die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat inzwischen Ermittlungen gegen den Betreiber aufgenommen. Wir halten Dich auf dem Laufenden!
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