Die Notwendigkeit von Undercover-Recherchen

Die Notwendigkeit von Undercover-Recherchen

Ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sind Veröffentlichungen von Undercover-Recherchen aus der Massentierhaltung und Pelztierzucht, bei denen mit Videos und Bildern die Zustände in diesen Industrien dokumentiert werden. Sie machen sichtbar, was sich auf den oft abgelegenen Anlagen, hinter Mauern und in abgeriegelten Gebäuden abspielt, die die Blicke der Öffentlichkeit fern halten. Die Recherchen zeigen das Tierleid und die Missstände mit grausamer Klarheit auf.

 

Wichtiger Einsatz für Tiere

Das ist wichtig, da wir uns so ein eigenes Bild davon machen können, wie es Tieren in dieser Industrie geht, ob Tierschutzgesetze eingehalten werden und wie der Umgang der Mitarbeitenden mit den Tieren im Alltag ist. Und so wissen wir, dass das, was uns das Marketing der Agrarindustrie als romantische Wohlfühl-Haltung verkauft, eine dreiste Lüge ist. Verletzte und kranke Tiere, Missbildungen, völlig verdreckte Böden, Tritte und Schläge gegen Tiere, kein Tageslicht oder frische Luft – dass solch entsetzliche Zustände Alltag für unzählige Tiere sind, wissen wir nur dank der Undercover-Recherchen.

Sogenannte Nutztiere haben keine Möglichkeiten, selbst auf ihr Leid aufmerksam zu machen. In einer Welt, in der Menschen über ihren Kopf hinweg über ihr gesamtes Dasein – inklusive ihres Tods – entscheiden, haben sie keine Möglichkeit, sich selbst aus diesem Elend zu befreien. Sie sind Menschen vollkommen ausgeliefert und damit auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, dass es Menschen gibt, die für ihre Rechte kämpfen.

 

Undercover-Aufnahmen sind wirksam

Dass die Aufnahmen im Kampf gegen das Tierleid wirksam sind, ist eindeutig. Zum einen können die Aufnahmen rechtliche Konsequenzen für Betreiber*innen nach sich ziehen. Wir erstatten Strafanzeige, wenn das Bildmaterial Gesetzesverstöße nachweist. Außerdem informieren wir zusätzlich immer das zuständige Veterinäramt, das Kontrollen durchführen und Auflagen erteilen kann.

Wir gehen mit den Aufnahmen zusätzlich an die Öffentlichkeit, indem wir auf unseren Social Media Kanälen darüber berichten und Journalist*innen informieren. So erreichen wir millionenstarke Reichweiten. Dadurch stehen Zulieferer und Abkäufer des betroffenen Betriebs häufig im Zugzwang, die Handlungsbeziehungen zu unterbrechen oder zu beenden. Die wiederholte Dokumentation der Missstände kann sogar zur Unterbrechung oder Schließung von Betrieben führen: So erreichten wir mithilfe der Undercover-Aufnahmen die Schließung eines Bio-Schlachthofs, in dem die Tiere Höllenqualen litten.

Neben der Wirksamkeit gegen die Agrarindustrie selbst sind es vor allem die Menschen in der Bevölkerung, die wir erreichen. Die schrecklichen Zustände schockieren und lassen den Wunsch nach Veränderung lauter werden. Das Mitgefühl für die Tiere und die Empörung über die Missstände sind ein wichtiger Motor für diese Veränderung. Wir zeigen Lösungswege auf, um die Massentierhaltung und Pelztierzucht zu beenden, und geben den Menschen Hilfen an die Hand, um ihren eigenen Konsum zu verändern.

 

Undercover-Recherchen sind rechtens 

Normalerweise sollten Betriebe der “Nutztierhaltung” regelmäßig behördlich kontrolliert werden. Doch diese Kontrollen versagen auf ganzer Linie: Sie werden viel zu selten durchgeführt: Alle 17 Jahre werden Tierbetriebe durchschnittlich kontrolliert.  Wenn eine Kontrolle stattfindet, dann wird teils trotz offenkundiger Missstände nichts beanstandet. Und so versagt das Kontrollsystem auf Kosten der Tiere, die ungesehen und ungehört leiden.

Nicht selten werden Tierrechtler*innen aufgrund der durchgeführten Undercover-Recherchen angezeigt, in den meisten Fällen wegen „Hausfriedensbruch“. Dabei nehmen die Personen solch eine Anzeige in Kauf, um das Leid der Tiere aufzudecken. Zur Verurteilungen kommt es fast nie, da das öffentliche Interesse die Aktivisten*innen schützt. Die Öffentlichkeit habe ein Recht, zu erfahren, wie Tiere in Deutschland gehalten werden, so die Argumentation von Jurist*innen. Zudem greift der sogenannte Notstand. Das bedeutet, in der Not darf und muss sogar gehandelt werden. Da die Tierrechtler*innen die Zustände lückenlos dokumentieren und dadurch meist schwere Gesetzesverstöße aufzeigen, werden Verfahren gegen die Personen so gut wie immer eingestellt. Das ist inzwischen auch bei den Mitarbeitenden der landwirtschaftlichen Betriebe bekannt, sodass meistens keine Anzeige mehr erstattet wird.

 

Tierrechtler*innen gehen an ihre Grenzen

Für den Einsatz für Tiere gehen die Undercover-Rechercheur*innen an ihre eigenen Grenzen: Es ist eine belastende Arbeit, immer wieder das Leid zu sehen und zu dokumentieren, ohne sofort eingreifen und helfen zu können. Zu wissen, dass man gegen das systematische Leid ankämpft, aber diese Individuen, die genau zum Zeitpunkt der Recherche in dem Betrieb leben, nicht gerettet werden, ist schwer. Und doch notwendig, damit dieses Leid einmal ein Ende nehmen wird.

Du kannst die wichtige Arbeit unterstützen: Teile unsere Recherchen und folge uns auf Instagram und Facebook, damit wir so viele Menschen wie möglich erreichen. Du kannst uns außerdem mit einer Spende unterstützen, durch die unsere Arbeit sichergestellt wird.

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