ACHTUNG! – Bunte Eier stammen oft aus tierquälerischer Käfighaltung

Zu Ostern steigt der Verbrauch an Eiern regelmäßig an. Der bunte Teller will gefüllt sein, das Ei als Ostersymbol ist dann begehrter denn je. So gibt es viele bunte einzelne Ostereier beim Bäcker oder am Kiosk zu kaufen. Weil diese gefärbt sind, kann man den Eierstempel, der uns verraten soll, unter welchen Haltungsbedingungen das Ei produziert wurde, nicht mehr erkennen. Doch leider stellt sich immer wieder heraus, dass die beliebten bunten Eier zu Ostern aus Käfighaltung stammen, also von Hennen, die ihr gesamtes Leben auf Drahtgitterböden ohne Tageslicht und Auslauf verbringen müssen. Es wäre im Sinne des Verbraucherschutzes angebracht, eine Kennzeichnung mit einem Hinweisschild neben dem Verkaufskorb oder mit einem kleinen Aufkleber anzubringen, aus der die Haltungsform von 0 (Bio) bis 3 (Kleingruppenhaltung = Käfighaltung) hervorgeht. Da sich aber die wenigsten Händler freiwillig dazu bereit erklären, muss es aus unserer Sicht die Aufgabe des Gesetzgebers sein, hier für mehr Verbrauchersicherheit zu sorgen. Eine bewusste Kaufentscheidung können Konsumenten nur dann treffen, wenn sie sehen, was ihnen angeboten wird.

Hinterfragen Sie die Herkunft der Eier und kaufen Sie keine Käfigeier
Wem es nicht egal ist, ob seine Eier aus tierquälerischer Käfighaltung stammen, sollte nicht nur deren Herkunft stärker hinterfragen, sondern auch die Bedingungen der Produktion im Allgemeinen komplett überdenken. Denn eines haben fast alle Haltungsformen gemein, es befinden sich zu viele Hühner auf zu engem Raum und das sogar in der Biohaltung. Dies entspricht nicht dem natürlichen Sozialgefüge der Hühner und löst Stresssituationen aus, die zu blutigen Attacken unter Artgenossen führen können. Kadaver bleiben oft tagelang unentdeckt liegen. Obwohl Käfigeier bereits seit 2009 in der EU verboten sind, gibt es sie immer noch in Deutschland, sie nennt sich mittlerweile nur beschönigender Weise “Kleingruppenhaltung” und bietet für bis zu 60 Hennen mit 2,5 m Käfiglänge immer noch viel zu wenig Platz und nicht genügend Möglichkeiten zu scharren oder zu picken.

Das Ei mit der 3 – Fertigprodukte enthalten versteckte Eier aus Qualhaltung
Aus dem EU-Ausland importierte Käfigeier werden in der Lebensmittelindustrie immer noch tagtäglich und in Unmengen verarbeitet, obwohl Eier ohne Käfighaltung oft nur wenige Cent teurer wären. In Fertiggerichten, Backwaren und Nudeln werden Haltungshinweise in der Zutatenliste nicht ausgewiesen. Die Lebensmittelindustrie nutzt das Ei mit der 3 daher gerne versteckt, um möglichst billige Lebensmittel herzustellen. Der Verbraucher wird getäuscht und erfährt nicht, unter welchen tierquälerischen Bedingungen diese enthaltenen Eier produziert worden sind. Daher fordern wir dringend eine Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Lebensmittel und das Ende der Käfighaltung.

Das können Sie tun!
Kaum zu glauben, aber die grausame Käfighaltung ist gesetzlich erlaubt. Damit die Hennen nicht mehr leiden müssen, müssen Sie handeln. Verzichten Sie auf den Verzehr von Eiern aus Käfighaltung und informieren Sie Ihre Freunde und Bekannte über das Schicksal der der Legehennen. Um ganz sicher zu sein, keine Tierquälerei zu unterstützen, empfehlen wir Ihnen Eier von Ihrem Speiseplan zu streichen und durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen. Unterstützen Sie uns mit einer Spende, damit wir für die Freiheit alle Legehennen kämpfen können.

Im Rahmen unserer Recherchen haben wir in der Vergangenheit Hühner aus Käfighaltungen gerettet. Lesen Sie hier mehr zu unserer Recherche und zur Rettungsgeschichte von Huhn Helena.

 

Hier finden Sie ein Video unserer Recherche über „Kleingruppenhaltung“: