Pelz Polizei fahndet!

Auch wenn wir erst kürzlich mit Breuningers offizieller Ankündigung, pelzfrei zu werden, einen großen Erfolg verzeichnen konnten, sind wir Echtpelz nicht los! 100 Millionen Füchse, Nerze, Marderhunde, Waschbären, Kaninchen und andere Tiere werden jedes Jahr auf brutalste Weise wegen ihres Pelzes ermordet. Der Trend, mit Pelz besetzte Kapuzen und Mützen zu tragen, hält leider an und so werden auch diesen Winter auf den Straßen viele dieser Accessoires sichtbar, für die Tiere unvorstellbare Qualen erleiden mussten. Das Problem liegt allerdings nicht ausschließlich am Angebot diverser Modelabels und ihrer Händler. Jeder Einzelne von uns nimmt mit seinem eigenen Konsumverhalten Einfluss auf Mode und Stil und sollte sich dessen bei jedem Kauf bewusst sein.

Pelz Polizei auf Tour

Wir erachten die Aufklärung der Verbraucher als wichtiges Mittel gegen Echtpelz. Wir möchten im direkten Kontakt mit den Menschen ihr Bewusstsein für das hinter Pelz stehende Tierleid schärfen und sie auf die Wahrheit hinter dem scheinbar schicken Pelzbesatz auf ihrer Jacke hinweisen. Dabei gehen unsere Ermittler diesen Winter wieder auf Tour und werden in einigen deutschen Städten das Gespräch mit Passanten suchen, die sowohl Echt- als auch Kunstpelz tragen. Unsere polizeiähnliche Bekleidung soll an dieser Stelle keinesfalls einschüchternd wirken, sondern lediglich unseren Kampagnennamen äußerlich unterstreichen und uns erkenntlich machen. In den folgenden Städten machen wir im Dezember 2018 und Januar 2019 halt:

  • 13.12. Potsdam
  • 13.12. Berlin
  • 20.12. Jena
  • 20.12. Leipzig
  • 21.12. Chemnitz
  • 21.12. Dresden
  • 14.1. Göttingen
  • 14.1. Kassel
  • 15.1. Bochum
  • 15.1. Münster
  • 16.1. Osnabrück
  • 16.1. Bremen
  • 17.1. Hannover
  • 17.1. Wolfsburg

 

Pelz ist oftmals Verbrauchertäuschung

Genau diese Frage soll mit Hilfe unserer Ermittler geklärt werden, da sehr viele Verbraucher unbeabsichtigt Echtpelz kaufen oder gar nicht erst wissen, wie man diesen von Kunstfaser unterscheidet. Die an den Etiketten zu findende Bezeichnung „enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“, sagt leider überhaupt nichts über die verwendete Tierart, Herkunft, geschweige denn die Haltungsbedingungen aus, zumal sie häufig schlichtweg nicht an dem Produkt angebracht ist. Noch irreführender ist die mittlerweile auffällig oft anzutreffende Etikettierung „Asiatic Raccoon“, die wörtlich übersetzt auf einen asiatischen Waschbären hinweist. Leider versteckt sich in diesen Fällen der Marderhund hinter dieser wohl mit Absicht täuschenden Beschreibung, welcher in Massen und abscheulichen Bedingungen in China gehalten und oftmals lebendig gehäutet wird. Die billige Produktion in China führt dazu, dass Verbraucher anhand des Preises nicht feststellen können, ob ein Pelz echt ist oder nicht – Pelz aus China ist absurderweise manchmal billiger als Kunstpelz.

Wie erkennt man Echtpelz?

Es gibt drei einfache Methoden, mithilfe derer jeder leicht erkennen kann, ob es sich bei einem Kleidungsstück um Echtpelz oder Kunstpelz handelt:

  1. Pusten: Neigen sich bereits beim leichten Reinpusten die Haare zur Seite und lassen dabei eine gekräuselte Unterwolle erkennen, handelt es sich womöglich um Echtpelz. Kunstpelz-Fasern kleben im Gegensatz dazu eher aneinander und reagieren nicht so schnell auf Bewegung.
  2. Leder oder Webschicht: Wird echtes Fell auseinandergezogen, kommt die natürliche Lederhaut zum Vorschein. Bei Kunstpelz dagegen ist eine gewebte Textilschicht zu erkennen, in der die einzelnen Kunstfasern verwebt sind.
  3. Riechtest: Zündet man ein Haar probeweise an, erhält man den Beweis durch den bei der Verbrennung entstandenen und jeweils sehr unterschiedlichen Geruch: Echtes Haar riecht nach Horn, Kunstpelz nach Plastik.

Eine absolute Sicherheit kann jedoch nur eine Laboranalyse bieten, denn auch Mischprodukte kommen vor, bei denen echte Haare in Kunstpelz eingewebt werden.

Was steckt dahinter?

Heutzutage werden fast alle Pelztiere als Massenprodukte auf riesigen Farmen eigens für die Pelzindustrie gezüchtet. Diese Zucht ist von Beginn an nur grausam und hat auch im Entferntesten nichts mit dem artgerechten Leben dieser Tiere in freier Wildbahn zu tun. Sie kommen direkt hinter Gittern zur Welt, verbringen ihr kurzes Dasein in winzigen Drahtboxen und werden dann mit nur wenigen Monaten grauenvoll getötet. Wenn Sie Glück haben, werden Sie vergast, ansonsten wird Ihnen eine Metallsonde in ihren Anus geführt, mit der sie durch Stromschläge von innen erlegt werden. Sehr oft ist alles davon zu aufwendig oder kostspielig und das Tier wird einfach nur totgeprügelt, wobei es nicht selten nur leicht betäubt ist und dann bei lebendigem Leib gehäutet wird. Wir fordern: Diese furchtbare Tierqual darf zukünftig nicht mit dem bewussten oder unbewussten Kauf von Pelzprodukten unterstützt werden!

Was können Sie tun?

Kaufen und tragen Sie bitte in keinem Fall Echtpelzprodukte weder neu noch gebraucht! Auch von Kunstpelz sollten Sie im Idealfall Abstand nehmen. Denn selbst mit diesem bestätigen Sie nach außen für alle sichtbar einen bestimmten Modestil und unterstützen im schlimmsten Fall sogar die Nachfrage nach Echtpelz indirekt mit. Ganz davon abgesehen, dass Sie sich nie sicher sein können, ob für ein Produkt Tiere nicht doch leiden mussten. Sie können Pelzträger sowie Ihr persönliches Umfeld über die schmerzvolle Wahrheit hinter Pelzprodukten aufklären: Bestellen Sie doch unser Informations- und Aktionsmaterial zu Pelz wie Anti-Pelz-Pins für Ihre Jacke, Pelz-Polizei-Flyer oder Pelzkärtchen! Oder Sie können auch einen finanziellen Beitrag dazu leisten, damit wir mehr Menschen über das Leid in der Pelzindustrie aufklären können:

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