Aktuelles Bildmaterial belegt: Letzte Pelzfarm in Brandenburg geschlossen

Über 16.000 Pelztiere müssen in Frankenförde nicht mehr unter den Haltungsbedingungen leiden, die Pelzfarm hat nun den Betrieb eingestellt. Das Deutsche Tierschutzbüro war vor Ort und zeigt aktuelles Bildmaterial aus der Anlage. Seit Jahren fordert das Deutsche Tierschutzbüro die Schließung dieser letzten Anlage in Brandenburg und zeigte den Betreiber bereits wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz an. 2014 organisierten die Tierschützer eine Demo vor dem Betrieb mit über 100 Teilnehmern.

Nach einer aktuellen Recherche des Deutschen Tierschutzbüros, sind die Käfige in der letzten Pelzfarm in Brandenburg leer. An die 16.500 Nerze lebten hier eingesperrt auf engstem Raum. Tierschützer sind erleichtert, dass es nun einen Ort weniger in Deutschland gibt, an dem Tiere für die Modeindustrie leiden müssen. In der Vergangenheit zeigte das Deutsche Tierschutzbüro den Betreiber der Farm aufgrund der unzumutbaren Zustände für die Tiere an, auch Hunderte Demonstranten machten 2014 nach einem Aufruf des Tierschutzvereins auf das Leid der Pelztiere in Frankenförde aufmerksam und forderten die Schließung der Anlage. “Nur um letztendlich als modisches Accessoire, wie ein Mützenbommel zu enden, werden die Wildtiere unter tierquälerischen Bedingungen gehalten. Wir sind froh, dass dies zumindest in Brandenburg ein Ende hat.” so Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros, der bereits mehrfach an der Nerzfarm war. Aktuelle Bildaufnahmen, die am gestrigen Sonntag erstellt worden sind, zeigen leere Käfige „Einige Ställe sind bereits abgebaut“ so Peifer.

Bereits in der vergangenen Woche berichtete der Verein über die Schließung einer weiteren Pelzfarm in Söllichau. In Sachsen-Anhalt gibt es jetzt noch eine Anlage bei Magdeburg auf der die freiheitsliebenden Wildtiere wider ihrer Natur in kleinen Käfigen gehalten werden. „Die Schließungen könnten mit einer Gesetzesänderung in der Tierschutznutztierverordnung einhergehen. Die Änderungen zeigen nur, dass die aktuelle Situation nicht tragbar ist. Ein Verbot wie in anderen europäischen Ländern, ist längst überfällig“, so Peifer weiter.
Im Dezember müssen die Pelzfarmbetreiber einige Änderungen an den Käfigen durchführen, wie zum Beispiel Wasserbecken installieren. Die anstehenden hohen Investitionskosten scheinen sich nicht zu rentieren. Es gibt nun noch schätzungsweise fünf weitere Farmen in Deutschland, für Tierschützer bleibt zu hoffen, dass auch diese bald ihren Betrieb einstellen. Unzählige Pelztiere werden jährlich vergast und gehäutet, nachdem sie ihr kurzes Leben in Drahtgitterkäfigen verbrachten. Das Deutsche Tierschutzbüro macht seit Jahren auf die grauenvollen Bedingungen der Pelzindustrie aufmerksam, wie aktuell mittels der Anti-Pelz-Kampagne gegen das Modehaus Bogner.

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