Ende der Tierqual in Söllichau – Pelzfarm schließt seine Tore

Pelzfarm Söllichau

Eine der neun in Deutschland verbliebenen Pelzfarmen hat nun den Betrieb eingestellt. Seit über 40 Jahren litten dort Pelztiere unter den unzureichenden Haltungsbedingungen und bis zu 7000 Lebewesen wurden jährlich für die Mode getötet. Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. ist erfreut, dass es nun ein Ort weniger gibt, an dem Tiere gequält werden.

Auf der Pelzfarm im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt lebten tausende Nerze auf engstem Raum und litten unter den nicht-artgerechten Bedingungen. Wie Tierschützer nun erfuhren, sind die Käfige leer und die Farm geschlossen. „Wir freuen uns sehr, dass hier die grausame Tierhaltung endlich beendet wurde und keine Tiere mehr leiden müssen.“ so Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros.

Auf den Pelzfarmen werden Wildtiere vollkommen wider ihre Natur gehalten, wodurch Verhaltensstörungen, Kannibalismus und Selbstverstümmelung auftreten. Ausschließlich ihres Felles wegen, werden sie in viel zu kleinen Käfigen gehalten und können ihr natürliches Verhalten nicht ausleben. Das Deutsche Tierschutzbüro macht bereits seit Jahren auf die Missstände auf den Pelzfarmen aufmerksam, zuletzt im Zusammenhang mit der „Bogner tötet“-Kampagne.
Es gibt im Tierschutzgesetz zwar Bestimmungen für die Haltung von Pelztieren, diese Vorgaben sind jedoch bei weitem nicht ausreichend. Auch die Tötung der Tiere nur des Pelzes wegen für die Modeindustrie, ist ein äußerst kontrovers diskutiertes Thema. Das Deutsche Tierschutzbüro fordert endlich ein Verbot sämtlicher Pelzfarmen, wie es in so vielen anderen europäischen Ländern bereits üblich ist.

Damit gibt es in Sachsen-Anhalt nur noch eine Nerzfarm bei Magdeburg „die Zustände auf der letzten Nerzfarm in Sachsen Anhalt sind grausam, erst vor wenigen Monaten haben wir die dortigen Zustände dokumentiert und an die Öffentlichkeit gebracht“ so Peifer abschließend. Weitere Informationen zur letzten Nerzfarm in Sachsen Anhalt finden Sie hier.

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