Deutsches Tierschutzbüro zeigt Schäfer wegen schlechter Hundehaltung an

Pressemitteilung_1_21.05.2013

Der Tierschutzverein “Deutsches Tierschutzbüro e.V.” aus Köln hat Anzeige gegen einen Schäfer erstattet, der derzeit seine Herde auf den Grünflächen am Lippedamm in Dorsten weiden lässt. Spaziergänger hatten dokumentiert, dass der Schäfer seine Hunde über lange Zeiträume an Eisenketten hält. Als Rückzugsmöglichkeit vor Sonne, Wind oder Unwetter soll ihnen anscheinend leere Regentonnen dienen.

Köln/Dorsten, 21.05.2013 Auf den Grünflächen am Lippedamm in Dorsten lässt ein Schäfer regelmäßig seine Schafe weiden. Bereits im letzten Jahr dokumentierten Spaziergänger, dass der Schäfer seine Hunde Nachts alleine zurückließ, angekettet neben leeren Regentonnen. Die nicht isolierten Plastiktonnen sollen anscheinend als „Hundehütten“ dienen. Auch tagsüber, so die wiederholte Beobachtung, fristeten die Hunde viele Stunden an den kurzen Eisenketten, selbst bei gleißender Sonne.
Eine Beschwerde beim Veterinäramt und dem Lippeverband, dem Auftraggeber des Schäfers, führte zu keiner Verbesserung.
Auch in diesem Frühjahr, bietet sich das gleiche Bild. Wieder sind die Hunde stundenlang neben den leeren Regentonnen angekettet.

Jetzt hat der Tierschutzverein „Deutsches Tierschutzbüro e.V.“ Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen den Schäfer erstattet.
Stefan Klippstein, Sprecher des Tierschutzbüros, erklärt: „Die verbindlichen Vorgaben der Tierschutz-Hundeverordnung werden hier absolut ignoriert. Die Tiere haben weder ausreichende Bewegungsmöglichkeiten, noch einen geeigneten Witterungsschutz. Eine solche Haltung ist tierschutzwidrig.“

Der Tierschutzverein hat das Veterinäramt aufgefordert umgehend zu handeln. „Es kann nicht angehen, dass jemand mit Tierhaltung seinen Lebensunterhalt verdient und gleichzeitig das Wohl der Tiere so eklatant missachtet“, so Klippstein,“Wenn der Schäfer keine Einsicht zeigt, muss das Veterinäramt handeln und die Tiere beschlagnahmen.“