Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. erhöht Belohnung: 1.000,00 Euro für Hinweise, die zur Verurteilung des Igelquälers führen.

Pressemitteilung_12.12.12

Köln/Cuxhaven, den 12.12.2012 – Polizei und Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen im Fall des vor laufender Kamera verbrannten Igels aufgenommen. Das Video der Tierquälerei war Tierschützern zugespielt worden, die es veröffentlichten. Mittlerweile sind zahlreiche Hinweise auf die Täter bei der Polizei eingegangen. Doch der Hauptverdächtige schweigt. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. hat daher die Belohnung für Hinweise, die zur Verurteilung des Täters führen, auf 1.000,00 Euro erhöht.



Das Videomaterial, das dem Arbeitskreis für humanen Tierschutz vor einigen Wochen zugespielt wurde, sorgte bundesweit für Empörung. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie ein junger Mann unter dem Gelächter von Mittätern einen hilflosen Igel auf einen brennenden Grill setzt. Die Bewegungen des Tieres in den Flammen zeigen, dass der Igel ganz offensichtlich bei lebendigem Leib verbrannt wurde. Nach der Tat brüstete sich der mutmaßliche Haupttäter mit dem Video bei Freunden.

Der Verein „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“, dem das Video zugespielt wurde, veröffentlichte es im Internet und bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach den Tätern. Innerhalb weniger Tage gingen unzählige, übereinstimmende Hinweise ein.
Der mutmaßliche Hauptverdächtige, ein 16-Jähriger aus Kührstedt, wurde inzwischen von den Ermittlungsbehörden vernommen, ebenso wie verschiedene Zeugen. Doch der Tatverdächtige schweigt zu den Vorwürfen.

Daher hat der Verein „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ die Belohnung für Hinweise, die zur Verurteilung des Täters führen, nunmehr auf 1.000,00 Euro erhöht. Möglich wurde dies durch Spenden engagierter Tierfreunde.

Stefan Klippstein, Sprecher des Arbeitskreises, erklärt: „Eine so grausame, vorsätzlich begangene Tierquälerei darf nicht ungestraft bleiben. Besonders schockiert uns, dass der Täter anschließend keine Reue zeigte, sondern das Video verbreitete und sich mit seiner Tat brüstete. Das lässt auf eine schwer gestörte Persönlichkeit schließen. In einem solchen Fall ist es nicht auszuschließen, dass der Täter auch noch weitere ähnliche Delikte begangen hat oder begehen wird. Daher ist die strafrechtliche Aufarbeitung dieses Falls von besonderem öffentlichen Interesse.“

Tatsächlich haben Psychologen festgestellt, dass Gewaltverbrecher häufig in ihrer Jugend Tiere gequält haben. Die Anthropologin Margaret Mead warnte daher: „Eines der gefährlichsten Dinge, die einem Kind passieren können, ist es, ein Tier zu quälen oder zu töten und dabei ungeschoren davonzukommen.“

Wer Hinweise hat, kann sich an den Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. unter Telefonnummer 0221-20463862 wenden. 
Das Video finden Sie im Internet unter: http://www.tierschutzbuero.de/igel-qual/