Tierschützer stören Abendveranstaltung: Umweltministerin Tack bekommt toten Nerz überreicht für Tatenlosigkeit – Tausende Nerze leiden auf illegaler Nerzfarm in Brandenburg

Pressemitteilung_18.12.12

Berlin, 18.12.2012. Gestern Abend störten Tierschützer des Arbeitskreises humaner Tierschutz / Deutsches Tierschutzbüro eine Veranstaltung in Berlin. Bei der Podiumsdiskussion ging es eigentlich um das Thema Technologien. Doch die Tierschützer schlichen sich bei der Abendveranstaltung ein und entrollten ein Banner mit der Aufschrift „Nerzfarmen schließen – Stoppt die Tierqual“.

Seit Dezember 2011 wird die letzte Pelzfarm in Brandenburg vor den Toren Berlins illegal betrieben. Der Nerzfarmer hält sich nicht an die gesetzlich vorgeschriebene Mindestgröße der Käfige. Der Arbeitskreis humaner Tierschutz / Deutsches Tierschutzbüro weist seit Anfang des Jahres auf diesen Missstand hin und dokumentiert in regelmäßigen Abständen die Farm. Zuletzt konnte Stefan Klippstein, Aktivist vom Arbeitskreis humaner Tierschutz / Deutsches Tierschutzbüro, beobachten, wie brutal ein Farmmitarbeiter mit den Nerzen umgeht: „Ein Tier konnte aus dem engen Käfig entkommen, wurde dann aber eingefangen und durch die Luft geschleudert.“ Die Tierschützer haben die Farm mehrfach angezeigt. Auch wurde eine Postkarten-Aktion an Fr. Tack gestartet, bisher haben über 15.000 Menschen dabei mitgemacht, siehe auch: http://www.tierschutzbuero.de/postkartenaktion-pelzfarmen/

„Die Umweltministerin hat sich bisher noch nie öffentlich zu der Nerzfarm geäußert, sie hätte auch die Möglichkeit, die Farm sofort zu schließen, macht es aber nicht“, so Stefan Klippstein. Aus diesem Grund haben die Tierschützer gestern Abend Frau Tack einen toten Nerz, der aus der Nerzfarm Frankenförde (Brandenburg) stammt, als Negativ-Preis für ihre Tatenlosigkeit überreicht. „Die Ministerin war überrascht, als wir ihre Veranstaltung störten, unser Banner ausrollten und ihr den toten Nerz überreichten, auf eine Diskussion hat sie sich erwartungsgemäß nicht eingelassen“, so Klippstein. Nach ein paar Minuten wurden wir unsanft des Raumes verwiesen. Dennoch war Klippstein zufrieden mit der Aktion: „Wir wollten Frau Tack deutlich machen, dass sie dringend handeln muss, damit die Tierquälerei ein Ende hat.“

Ein Video von der Aktion finden Sie hier: