Schlachthäuser bedeuten enormen Stress für den Mensch und Quälerei fürs Tier

Seit Jahren beschäftigen wir uns mit den unhaltbaren Zuständen in der Massentierhaltung und in Schlachthäusern. Bei Schlachtungen im Akkord werden bis zu 1.500 Schweine in der Stunde getötet und viele davon werden nicht richtig betäubt, sodass die Tiere bei vollem Bewusstsein unvorstellbare Schmerzen während ihrem Kampf mit dem Tod erleiden müssen. Insgesamt herrschen in Schlachthöfen so desaströse Bedingungen, die für Mensch und Tier unhaltbar sind.

Tiere leiden Höllenqualen und Menschen stehen unter enormen Druck

Gravierend sind oft auch die ungenügenden Unterbringungsmöglichkeiten und die Versorgung der Tiere, während sie auf ihr Ende warten, die auch mit baulichen  und technischen Mängeln der Anlagen einhergehen. Keine Betäubungen und Fehlbetäubungen sind die Auswirkungen eines unter enormem Zeitdruck stehenden Personals, das im Akkord Tiere in Schlachthöfen töten muss. Hierdurch wird systematisch das Tierschutzgesetz verletzt. Mangelnde und schlecht durchgeführte Kontrollen von überlasteten Veterinärämtern können die Situation nicht entlasten.

Über 50% aller Beschäftigten in deutschen Schlachthöfen sind Leiharbeiter oder besitzen Werkverträge. Die Kritik der Gewerkschaften reicht von extremen Arbeitszeiten, fehlenden Zuschlägen bei Nachtarbeit, Abschlägen für überteuerte Unterkünfte und Arbeitsmaterialien über falsche Stundenerfassungen, das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, unrechtmäßige Lohnabzüge und fehlende Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall bis zu Mobbing-Vorwürfen und der Androhung von Gewalt. Dahinter verbirgt sich ein kalkuliertes System, das mit Leiharbeit und Werkverträgen, weiterhin Mindestlöhne und Tarifverträge unterläuft, Belegschaften spaltet und Mitbestimmungsrechte aushebelt.


Gesetzesnovelle wird nicht greifen

Daran ändert auch die am 1. April 2017 in Kraft getretene Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) nichts, durch die eine Höchstdauer für Leiharbeit von 18 Monaten in einem Betrieb gilt. Beschäftigte müssen weiterhin nicht übernommen werden, sondern können vorher an andere Schlachthöfe weitergereicht werden. So wird es nichts mit höheren Standards, die die Bedingungen für Tiere und Menschen angeblich verbessern sollen.


Aufklärungsarbeit muss weiter intensiviert werden

Es bleibt noch sehr viel an intensiver Aufklärungsarbeit zu tun, um einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel in Bewusstsein und Konsum herbeizuführen, damit diese Zustände mehrheitlich nicht mehr akzeptiert werden. Einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Schlachtbetriebes bietet aktuell der Fernsehsender Arte mit der beeindruckenden Dokumentation “Personaleingang” in seiner Mediathek. Schauen Sie sich hier die Dokumentation an.

 

Das können Sie tun!

Indem Sie tierische Produkte durch pflanzliche Alternativen ersetzen, können Sie selbst jederzeit aktiv werden und so Menschen und Tiere vor den grausamen Bedingungen in Schlachthäusern bewahren. Unterstützen Sie uns mit einer Spende, damit wir uns weiterhin für die Tiere und das Ende des Millionenfachen Schlachtens einsetzen können.

Im Rahmen unserer Recherchen haben wir in der Vergangenheit bereits Tiere aus einem Schlachthof gerettet und sie so vor dem Tod bewahren können. Lesen Sie hier die Geschichte von den Schafen Ilse und Bruno und ihrer persönlichen Rettungsgeschichte.