Schlachthof unzensiert: Neue Undercover- Recherche deckt auf, wie die Realität in deutschen Schlachthöfen aussieht!

Es ist keine Überraschung, dass unser derzeitiges System der Massentierhaltung unweigerlich mit Tierquälerei und Ausbeutung verbunden ist. Jegliche Herstellung tierischer Produkte lässt sich nicht mit der Unversehrtheit von Tierleben vereinbaren. Über die grundsätzlich schlimme Situation hinaus gibt es jedoch immer wieder Fälle, die an Grausamkeit kaum zu überbieten sind. Erst in diesem Jahr gab es erneut mehrere Fälle von Skandalen in Schlachthäusern, bei denen Tiere auf unsägliche Weise gequält werden. Und nun haben wir einen erneuten, extrem erschütternden Fall in einem Rinderschlachtbetrieb in Oldenburg aufgedeckt. Er zeigt wieder die grausame Realität, die in Schlachthöfen herrscht. Tiere werden getreten, gequält und lebendig abgestochen. 

Über mehrere Wochen haben Aktivisten den Rinderschlachthof der Standard-Fleisch GmbH & Co. KG in Oldenburg observiert, die dort anhaltenden Zustände mit versteckten Kameras dokumentiert und das Material an uns übergeben. Und was dort zu sehen ist, lässt jeden erschaudern. Die entstandenen Videos zeigen, wie eine Vielzahl von Rindern und ausgedienten Milchkühen unzureichend und nicht fachgerecht betäubt wurden und, obwohl sie augenscheinlich bei Bewusstsein waren, noch lebend gestochen und getötet wurden. Darüber hinaus wurden Tiere illegal bis zu 28 Mal mit Elektroschockern malträtiert, mit Treibpaddeln oder anderweitig gewaltsam aus ihren Boxen getrieben und unnötigerweise Verletzungsgefahren ausgesetzt. Die Zustände haben wir natürlich umgehend bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht! Jetzt ist es an den zuständigen Behörden, diesen Horror-Schlachthof umgehend zu schließen! Denn sonst leiden auch in Zukunft unglaublich viele Tiere unter den Zuständen in Oldenburg. Denn der Schlachthof ist nicht irgendeiner, sondern gehört zu den zehn größten Rinderschlachtbetrieben in ganz Deutschland (2016: Rang 8)!

Bei den Bildern noch erschreckender: der Betrieb ist sogar BIO-Zertifiziert und zerlegte in der Vergangenheit laut eigener Aussage mindestens einmal pro Woche Tiere aus biologischer Haltung. Die Standard-Fleisch GmbH ist eng verbandelt mit der Goldschmaus GmbH – einer der größten Produzenten und Verkäufern von Fleisch- und Wurstwaren in Deutschland, der sein Rindfleisch vom Schlachthof in Oldenburg bezieht. Goldschmaus wiederum liefert laut Medienberichten u.a. an Edeka zusammen. Hinter den Marken „Gut Bartenhof“, „Goldmarie“ und „Die Marke der Bauern“, die u.a. bei den Handelsketten Norma, Famila, Combi und Markant erhältlich sind, steckt ebenfalls von Goldschmaus verarbeitetes Rindfleisch. Auch der Tiefkühlprodukte-Hersteller Frosta bezieht nach eigenen Angaben Rindfleisch von Goldschmaus. Man kann sich also vorstellen, wie weit verbreitet das extrem grausam und tierquälerisch geschlachtete Rindfleisch aus Oldenburg ist! Und dabei sind die Aufnahmen nur ein erneutes und trauriges Beispiel dafür, wie das System an allen Ecken und Enden versagt. Der einzige und nachhaltigste Weg, Bilder dieser Art zu vermeiden, ist ein Ende der Massentierhaltung und ein Umstieg zu veganer Ernährung!

 

Mehr zu den Recherchen aus dem Schlachthof finden Sie auf unserer Kampagnen-Website!
Erste Erfolge!
Frosta und die Bünting-Gruppe, zu der die Supermärkte Famila-nordwest, Markant, Combi und Jibi zählen, zeigten sich entsetzt über die Zustände in dem Oldenburger Schlachthof, haben sofort reagiert und die Zusammenarbeit mit Goldschmaus bis auf weiteres beendet. Das gilt auch für die Eigenmarke der Bünting-Gruppe „Goldmarie“.