Werbung auf Tiertransporter ist frauenverachtend

Werbung auf Tiertransporter ist frauenverachtend

Täglich sind sie auf deutschen Straßen unterwegs: Millionen Tiere, die in Transportern zum Schlachthof, zur Mast- oder Zuchtanlage gebracht werden. Dabei endet für viele Tiere schon die Fahrt tödlich: Sie verenden bei schweren Unfällen, leiden an Enge sowie am Mangel von Frischluft, Nahrung und Wasser. Ob geltende Richtlinien für die Transporte eingehalten werden, wird kaum kontrolliert: Nur rund 1 % der Transporter muss sich einer Kontrolle unterziehen.

Die Firmen der Tiertransporter und Speditionen lassen die Lkw häufig mit Bildern von vermeintlich glücklichen Tieren auf Weiden bedrucken – eine Geschmacklosigkeit angesichts der realen Haltungs- und Transportbedingungen. Ein Transportunternehmen aus Düsseldorf unterbot diese völlig unangemessene Werbung nun sogar noch: Er wirbt mit einem Schwein in Strapsen, mit langen Haaren und großen Brüsten, das sich wie ein Mensch an den Werbespruch anlehnt: “Transport mit Leidenschaft”. Diese sexistische Herabwürdigung von Frauen und Tieren wurde nun auch vom Werberat gerügt. Dabei geht es um die Ziffern 4 und 5 der Verhaltensregeln des Deutschen Werberats gegen Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen: Demnach darf Werbung Personen nicht Objekten gleichsetzen, sie als käuflich erwerblich darstellen, sie auf ihre Sexualität reduzieren oder ihre sexuelle Verfügbarkeit nahelegen.

Wir sind entsetzt von den Mitteln, mit denen die Tierindustrie wirbt. Die Tierindustrie zeigt mit dieser Werbung wieder einmal, wie lebensverachtend sie ist: Den Tod und die Quälerei von Millionen unschuldiger Tiere durch sexistische Werbung anpreisen zu wollen, halten wir für ein trauriges Spiegelbild dessen, wie Menschen und Tiere in dieser Industrie betrachtet werden.

Dass die Beschwerde beim Werberat eingereicht wurde, ist dem Hundeprofi Martin Rütter zu verdanken. Er veröffentlichte ein Foto der Werbung auf seiner Facebook-Seite und löste damit eine Welle der Empörung über die geschmacklose Werbung aus. Mehrere Personen wandten sich an den Werberat, der daraufhin die Rüge aussprach. Diese ist jedoch nicht rechtlich bindend. Die Firma kann sich also auch dafür entscheiden, die Werbung stehen zu lassen. Auf Nachfrage wollte sich der Inhaber der Firma nicht äußern und verwies darauf, dass er sich telefonisch dazu nicht mehr äußern wird (Stand 29.09.2021).

Der einfachste Weg, dieser Industrie den Rücken zu kehren, ist, sie durch die eigenen Kaufentscheidungen nicht mehr zu unterstützen. Wer stattdessen auf pflanzliche Lebensmittel setzt, verhindert aktiv Tierleid und setzt einen weiteren Grundstein für eine Gesellschaft, in der Interessen von Menschen und Tieren geachtet werden.

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