Sexueller Missbrauch

Sexueller Missbrauch von Tieren – Wenn Tierliebe zu weit geht!

Als Sodomie oder Zoophilie wird der sexuelle Missbrauch von Tieren bezeichnet. Bis in die sechziger Jahre per Gesetz als Unzucht verboten, ist der Missbrauch heute in Deutschland nicht mehr illegal. In den meisten Gesellschaften ist der sexuelle Kontakt mit Tieren verpönt; strafbar macht sich allerdings nur, wer Tierpornographie herstellt, verbreitet oder anderen zugänglich macht.

1969 wurde im Zuge der Großen Strafrechtsreform das Verbot von sexuellem Missbrauch von Tieren aus dem Strafgesetzbuch gelöscht. Auch aus diesem Grund gibt es keine verlässlichen Zahlen über seine Häufigkeit. Die Diskussion um dieses empfindliche Thema ist jedoch aktuell wie nie zuvor, wie ein Blick in die neuen Medien zeigt. Internet- Suchmaschinen spucken zehntausende Treffer aus, tausende Foren und Chatrooms beschäftigen sich damit. Aus dem öffentlichen Raum ist das Phänomen der Zoophilie aufgrund gesellschaftlicher Tabus weitgehend verdrängt worden, in der Anonymität der virtuellen Welt haben Anhänger sich ihre Freiräume geschaffen; doch auch sich selbst so bezeichnende Tierschützer sind aktiv.

Sexuelle Handlungen an und mit Tieren begründen sich aus den unterschiedlichsten Motivationen, sie reichen vom reinen Willen zur Machtdemonstration und Unterdrückung bis hin zu der Vorstellung, der sexuelle Kontakt beruhe auf gegenseitigem Willen. Doch das als Einverständnis gedeutete Verhalten der missbrauchten Tiere ist das Aufgeben des eigenen Willens und die Einsicht in die meist auswegslose Situation. Besonders häufig sind Hunde Opfer, die sich emotional eng an ihre Menschen binden. Sie sind mit der Missbrauchssituation vollkommen überfordert und verstehen die Welt nicht mehr. Meist reagieren die Tiere mit psychischen Störungen und sind verstört.

Betroffen sind jedoch fast alle bekannten Nutz- und Heimtierarten; es sind ebenso Fälle bekannt, in denen Katzen, Schafe, Ziegen, Hühner, Kühe und Pferde die Opfer waren. Nicht selten werden Tiere bei der Vergewaltigung schwer verletzt; bleiben solche Verletzungen unentdeckt, sterben sie häufig qualvoll an den Folgen. Außerdem können Parasiten und Krankheiten wie Tollwut, Milzbrand und wahrscheinlich auch BSE (die beim Menschen zur Creutzfeldt-Jakob-Krankheit führen kann) zwischen Tier und Mensch übertragen werden. Verletzungen oder sogar der Tod des Tieres werden teilweise bewusst in Kauf genommen oder sind gar das für den Täter erregende Moment – Fachleute sprechen hier von Zoosadismus. Viele Fälle bleiben unentdeckt, weil sie gar nicht erst den Bereich des Privaten der Täter verlassen (können); doch kommen einzelne Vorkommnisse ans Tageslicht, wenn etwa vermeintlich entlaufene Haustiere mit Verletzungen aufgefunden werden, die auf einen sexuellen Hintergrund schließen lassen.

Für Tierschützer unbegreiflich – strafbar machen sich Täter nur, wenn sie nachprüfbar gegen das Tierschutzgesetz verstoßen oder sich an fremden Tieren vergreifen. Doch auch in diesem Fall müssten sie sich „nur“ wegen Sachbeschädigung verantworten. Dass durch die Verletzung oder Vergewaltigung eines Tieres dieses auch seiner Würde beraubt wird, bleibt außen vor.

Ein Verbot von Sex mit Tieren ist keine unhaltbare Forderung, das zeigen die Beispiele etwa der Niederlande und der Schweiz, die hier auch auf Druck von Tierschützern einen Straftatbestand geschaffen haben. Politische Bestrebungen für ein solches Verbot gibt es auch in Deutschland. So fordert etwa die Landestierschutzbeauftragte für Hessen, Frau Dr. Martin, eine entsprechende Regelung im Tierschutzgesetz. Auch Bündnis 90/Grüne setzen sich für eine Verschärfung der Rechtslage ein.

Am Phänomen der Zoophilie treffen enorme gesellschaftliche Kräfte aufeinander. Viele sogenannte „Zoos“ setzen sich für eine allgemeine Anerkennung ihrer auch sexuellen Neigung zu Tieren ein, Tierschützer kämpfen vehement dagegen an. Auch wenn sexuelle Handlungen an und mit Tieren per se nicht mehr ausdrücklich unter Strafe stehen, werden sie im öffentlichen Leben doch tabuisiert. Für jeden, der Tiere zu lieben behauptet, sollte die Würde des Lebewesens an allererster Stelle stehen. Diese Würde wird nicht nur bei einer Vergewaltigung zwingend missachtet, auch bei einer Dressur und auf sexuelle Gefügigkeit ausgerichteten „Erziehung“ bleibt sie auf der Strecke. Darum ist nicht nur aus Sicht von Tierschützern, sondern gerade im Sinne der missbrauchten Tiere ein erneutes Verbot von sexuellen Kontakten zwischen Mensch und Tier unbedingt erforderlich.

Erschreckende Zahlen – Fakten:
Nach Schätzung von Sexualforschern kommen allein in Deutschland jährlich bei exzessiven Sex-Praktiken durch Menschen etwa 500.000 Tiere zu Tode.

Laut Kinsey-Report hatten 8% Männer und 3,6% Frauen irgendwann einmal sexuellen Kontakt zu Tieren gehabt.

Auf dem Lande erhöht sich die Zahl leicht auf 15%. Nach Berichten amerikanischer Forscher nehmen sogar 40%-50% der Männer, die auf Farmen aufwachsen, sexuelle Beziehungen zu Tieren auf.

Schätzungen in Deutschland zufolge betrifft die Zoophilie etwa 3% der Bevölkerung, die Dunkelziffer liegt höher, vermuten Psychiater der Universität München.

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