Skandal: Tierquäler im Fall unserer Kampagne „Geboren um zu sterben“ kommt ungestraft davon!

In unserer Arbeit beschäftigen wir uns zu einem großen Teil mit den vielen Gräueln und den Tierqualen, die im Verbund mit der Massentierhaltung stehen. Über die Jahre haben wir immer wieder Skandale aufgedeckt, die zeigten, wie sehr die Tiere unter diesem System leiden müssen. Dabei haben wir immer wieder Erfolge für die Tiere feiern können. Jedoch mussten wir oft auch Rückschläge einstecken – wegen untätiger Behörden oder ausbleibenden Verurteilungen der Tierquäler.

Im Rahmen unserer Undercover- Recherche „Geboren um zu sterben“ in einer Schweinezuchtanlage in Zeven bei Bremen deckten wir im Juni 2017 auf, wie brutal die Agrarindustrie mit Schweinen für die Fleischproduktion umgeht. Über sechs Monate lang schlichen sich damals Aktivisten immer wieder nachts in die Schweinezuchtanlage, in der ca. 2.500 Zuchtsauen gehalten werden, um Ferkel zu produzieren. Sie installierten vor Ort versteckte Kameras und konnten so den grausamen und tierquälerischen Arbeitsablauf dokumentieren.  Auf diesen Aufnahmen ist zu sehen, dass ganz offensichtlich kranke Ferkel nicht tierärztlich versorgt worden sind, sondern einfach so lange auf den Boden geschlagen wurden, bis sie vermeintlich tot waren. Diese gesetzeswidrige Praktik führte offenbar sogar dazu, dass ein Tier überlebte und anschließend wohl qualvoll im Mülleimer verendete. Unvorstellbare Qualen und Leiden mussten die Tiere in ihrem erst so kurzen Leben erfahren.

Durch unsere langjährige Erfahrung und durch unsere Dokumentationen wissen wir, dass es sich hierbei nicht, wie so oft gesagt, um einen Einzelfall handelte. Es war und bleibt ein Fehler im System, mit schwerwiegenden Folgen für Millionen von Tieren, die tagtäglich ihr Leben in der Massentierhaltung fristen müssen.

Daraufhin hatten wir damals umgehend gemeinsam mit vielen Unterstützern Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Betriebes erstattet. Auch die Öffentlichkeit war sehr über den Fall empört und viele bundesweite Medien wie z.B. BILD, RTL SternTV und ARD Brisant berichteten über unsere Recherche. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hatte daraufhin die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen aufgenommen (Aktenzeichen NZS 1102 Js 36509/17). Nun erhielten wir jedoch leider die schockierende Nachricht, dass die Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft eingestellt worden sind. Das ist ein Skandal, den wir nicht hinnehmen! Daher haben wir nun Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens bei der Oberstaatsanwaltschaft eingelegt!

Es darf und kann nicht sein, dass Tiere für die Lebensmittelindustrie gequält und misshandelt werden und die dafür Verantwortlichen damit straflos durchkommen und weiterhin Tiere für ihre persönlichen Profite ausbeuten.

TV-Tipp: Am 4. September berichtet  ARD Report Mainz um 21.45 Uhr darüber, wie die deutsche Justiz bei Tierschutzverstößen wegschaut und Tierquäler ungestraft weiterhin Tiere ausbeuten dürfen.

Das können Sie tun!

Unterstützen Sie uns bitte jetzt im Kampf für mehr Gerechtigkeit und die juristische Verfolgung von Tierquälern, damit diese endlich eine gerechte Strafen bekommen.

Jetzt für juristische Strafverfolgung spenden!