Strafanzeige gegen verbotene Pferdehaltung

Seit Jahren ist die sogenannte Ständerhaltung von Pferden aus Tierschutzgründen verboten (in Bayern ab 2014). Ständerhaltung bedeutet, dass die Pferde kurz angebunden sind, stumpf gegen eine Wand schauen und sich nicht bewegen können. Studien belegen, dass Pferde in solch einer Haltung gravierende Verhaltensstörungen aufzeigen. Verantwortungslose Tierhalter halten ihre Pferde so, weil es einfacher und kostengünstiger ist.

Unseren Ermittlern ist es letzte Woche gelungen, solch eine gesetzlich verbotene Tierhaltung zu dokumentieren. Im Schutz der Dunkelheit gingen sie in einen Stall bei Neuruppin (Brandenburg) und konnten Aufnahmen von dieser Tierquälerei machen.

Sofort haben wir das Veterinäramt informiert und Strafanzeige gegen den Tierhalter gestellt. Wir warten jetzt auf Antwort der Behörden.

Oft versuchen sich die Tierhalter herauszureden. Sie behaupten, dass die Tiere nicht gequält werden. Die Erstellung von Bildaufnahmen ist daher sehr wichtig, nur so können wir beweisen, dass Tiere leiden.

UPDATE / ERFOLG:
Nachdem wir die Tierhaltung dokumentiert haben, gegen das zuständige Veterinäramt Beschwerde eingereicht haben und Strafanzeige gegen den Tierhalter gestellt haben, ist Bewegung in den Fall gekommen: Die Pferde sind aus der Ständerhaltung befreit und leben jetzt glücklich auf einem schönen Hof. Dort steht ihnen eine große Weide und ein Offenstall zur Verfügung – sie können sich jetzt immer frei bewegen.

Presseartikel:

Tierschützer kritisieren Veterinäramt – Behörde prüft noch den Fall in Kränzlin / Pferdehalter soll Tiere verkauft haben
Märkische Allgemeine (03.2013)