Tiertransporter in Brandenburg kontrolliert und angezeigt

Mit unserer aktuellsten Kampagne “TRUCK YOU – Tiertransporte schmecken nicht!” machen wir seit mehreren Wochen auf die unsäglichen und leidvollen Zustände bei Tiertransporten aufmerksam. Auch wenn die komplette Abschaffung von Tiertransporten und Massentierhaltung unser großes Ziel ist, fordern wir zumindest kurzfristig endlich mehr Kontrolleure, stärkere Kontrollen und vor allem härtere Strafen bei Verstößen! Denn auch wenn Tiertransporte im rechtlichen Rahmen schon grausam genug für die Tiere sind, gibt es immer wieder eine große Zahl an Transporten, die durch Verstöße auffallen – was jedoch viel zu selten kontrolliert und nicht hart genug bestraft wird.

Ein Beispiel für solch einen Transporter erlebten wir selbst live vor kurzer Zeit auf der Autobahn A9 in Brandenburg. Schon beim ersten Anblick wurde klar, dass etwas mit dem Truck nicht stimmen konnte. Eine Klappe, die normalerweise die einzelnen Buchten, in denen sich die Schweine befinden, voneinander trennt, war ganz offensichtlich defekt und locker! Dadurch versuchten die transportierten Schweine immer wieder unter der Klappe in den anderen Bereich des Transporters zu kommen und wurden dabei entweder eingeklemmt oder sorgten so für noch mehr Platzmangel in einem Bereich!  Und was auch sofort auffiel: trotz extremer Hitze hatten die Schweine keine Möglichkeit, etwas zu trinken. Skandalöserweise sind Trinkvorrichtungen nämlich nicht einmal Pflicht, wenn Schweine unter vier Stunden transportiert werden. Eigentlich unvorstellbar!  Nachdem wir die Polizei gerufen hatten und uns mit dieser und dem Transporter auf dem nächsten Parkplatz wiederfanden, bewahrheiteten sich die Befürchtungen auch. Denn obwohl die Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport ganz klar regelt, dass Tiere bei Transporten keiner Gefahr durch Verletzungen oder ähnlichem ausgesetzt sein dürfen, war das hier offensichtlich nicht der Fall! Die defekte Klappe machte so die Leidensfahrt für die Tiere noch schlimmer und eigentlich hätte der Truck so nie auf die Straße gedurft!

Eine komplette Neuverladung der Tiere hätte allerdings noch mehr Leid und Stress für die Tiere bedeutet. Somit war das Ergebnis eine Notlösung, die die Fahrt für die Tiere zumindest ein wenig sicherer machte – auch, wenn die Fahrt für sie trotzdem nur in Leid endete, da sie zum nächsten Schlachthof in der Nähe transportiert wurden.  Doch dies zeigte wieder einmal, wie oft Verstöße solch einer Art vorkommen! Und auch nach unserer Kontrolle lassen wir dies natürlich nicht auf sich sitzen. Eine Anzeige unsererseits wird sich an den Verantwortlichen Spediteur richten und hoffentlich Wirkung zeigen. Allerdings kann man darauf bei dem derzeitigen Kontroll- und, vor allem, Strafsystem nur wenig Hoffnung geben. Daher hören wir hier nicht auf und kämpfen weiter dafür, dass sich diese Zustände endlich ändern und die Tiere nicht mehr leiden müssen!

Das können Sie tun! Unterstützen Sie uns jetzt mit einer Spende, damit wir uns weiterhin gegen die schrecklichen Tiertransporte und für mehr Tierrechte einsetzen können, indem wir an die Öffentlichkeit bringen, was niemand sehen soll. Nur gemeinsam mit Ihnen können wir den Tieren eine Stimme geben und dafür sorgen, dass die Zukunft der Tiere endlich eine bessere wird.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Kampagnen-Website!