Veterinäramt ermittelt gegen Fressnapf XXL in Dresden „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ deckte Missstände auf

Pressemitteilunge_24.07.12

Wie jetzt bekannt wurde ermittelt das Veterinäramt Dresden gegen die Tierhandlung „Fressnapf XXL“. Der Tierschutzverein „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ hatte bei einer Recherche mit versteckter Kamera dokumentiert, wie die Mitarbeiter des Geschäfts lebende Mäuse als Futter für Katzen verkauften. Dabei ist das Verfüttern von lebenden Tieren nach dem Tierschutzgesetz grundsätzlich verboten.

Dresden, 24.07.2012. Im Juni diesen Jahres besuchte Stefan Klippstein, Sprecher des „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ im Rahmen einer größeren Recherche zu Tierhandlungen in Deutschland eine Filiale des „Fressnapf XXL“ in Dresden. Begleitet wurde er von einem Fernsehteam des MDR, das seinen Testkauf mit versteckter Kamera dokumentierte. Als Klippstein vorgab eine lebende Maus als Katzenfutter kaufen zu wollen, ließ die Verkäuferin ihn wissen, es sei ihr doch „scheißegal“ was er mit denen machen würde.

Klippstein, selbst gelernter Tierpfleger, ist über dieses Verhalten fassungslos: „Die Verfütterung einer lebenden Maus an eine Katze stellt einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar und ist somit strafbar. Die Verkäuferin hätte dies nicht nur wissen müssen, sondern auch den Verkauf verweigern müssen, um dem Tiere Leiden zu ersparen und einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu verhindern.“

Als Klippstein nachhakte, ging die Verkäuferin noch weiter. Sie riet das Tier in der Küche zu verfüttern um Blutflecken auf dem Wohnzimmerteppich zu vermeiden. Auch als er sie darauf hinwies, dass das Verfüttern lebender Mäuse verboten sei, lenkte die Verkäuferin nicht ein. Vielmehr gab sie an, regelmäßig lebende Mäuse als Katzenfutter zu verkaufen, „Fressnapf XXL“ sei es egal. Eine zweite Verkäuferin bestätigte dies.

Der „Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.“ erstattete daraufhin Anzeige gegen den „Fressnapf XXL“ in Dresden, wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Auch forderte der Verein das Veterinäramt auf dem „Fressnapf XXL“ in Dresden den Verkauf von Mäusen zu untersagen um weitere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu verhindern.

Wie das Veterinäramt jetzt mitteilte wurde nach Eingang der Anzeige gegen die Verantwortlichen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Weitere Informationen zum Thema und einen Mitschnitt der MDR-Sendung finden Sie unter: http://www.tierschutzbuero.de/geschaeft-auf-kosten-der-tiere/