Deutsches Tierschutzbüro warnt vor Circus Busch

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Am Dienstag, um 10:15 Uhr verhandelt das Amtsgericht Tiergarten über den tätlichen Angriff mehrerer Mitarbeiter des Circus Schollini auf einen Fotografen des Deutschen Tierschutzbüros e.V., der Tatvorwurf: Gefährliche Körperverletzung. Tierschützer warnen vor dem nun unter dem Namen Circus Busch in Berlin gastierenden Zirkus. Ab 09:30 Uhr findet vor Gericht eine Protestaktion statt.

Im Juli 2015 griffen Mitarbeiter des Circus Schollini alias Circus Busch einen Fotografen des Tierschutzvereins während Recherchearbeiten an. Offensichtlich wollten sie verhindern, dass die Tierhaltung dokumentiert wird. „Wir sind entsetzt, mit welcher Brutalität hier die vermutlich ungemütliche Wahrheit versteckt werden soll. Natürlich fragen wir uns dann auch, inwiefern die Tiere vor solchen Gewaltattacken geschützt sind.“ so Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros.

Das Deutsche Tierschutzbüro warnt die Berliner Bevölkerung vor Circus Busch. „Niemand sollte dem Zirkuszelt zu nahe kommen“, empfiehlt Tierschützer Peifer. Zum einen ist nicht ausgeschlossen, dass es zu Gewaltübergriffen kommen kann und zum anderen laufen immer wieder Tiere auf die Straße, Bahnlinien oder in Parks. „Offenbar hat der Zirkus seine Tierhaltung überhaupt nicht im Griff, daher fordern wir auch die Aberkennung der Sachkunde nach § 11 Tierschutzgesetz und die Auflösung des Tierbestands“ so Jan Peifer, der sich selbst ein Bild von der Tierhaltung bei Circus Busch gemacht hat und entsetzt ist. Peifer erinnert in diesen Zusammenhang an einen ausgerissenen Zirkuselefanten, der im Sommer 2015 im Neckar-Odenwald-Kreis einen Spaziergänger tötete.

 

Derzeit gastierte der Prügelzirkus unter dem Namen Circus Busch in Berlin-Lichtenberg und wird demnächst in Berlin-Treptow anzutreffen sein. Schon seit Längerem steht der Zirkus aufgrund seiner Elefantenhaltung in der Kritik. Die Elefantendame Maya zeigt wie so viele andere in Gefangenschaft gehaltene Wildtiere Verhaltensstörungen auf. Erst vor kurzem wurde sie von ihrer jahrelangen Partnerin Nanda getrennt und steht nun alleine in ihrem Gehege, ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Hinzu kommt, dass sich der Bezirk Berlin-Treptow erst kürzlich zu einem Verbot von Wildtieren im Zirkus aussprach und keine Flächen mehr zur Verfügung stellen will. Es ist unklar, wo der Zirkus dann stehen wird, vermutlich auf einem Privatgelände. „Ein bundesweites Wildtierverbot in Zirkusbetrieben würde die Tierquälerei bei Circus Busch und anderen Zirkussen beenden“ so Peifer abschließend.

 

Weitere Informationen zum Vorfall im vergangenen Jahr, finden Sie hier.