Waschbären grausam ertränkt

Anfang August 2015 wurde das Deutsche Tierschutzbüro e.V. von einer Tierfreundin darauf aufmerksam gemacht, dass in ihrer Umgebung (Gemeinde Buseck) ein Bauer und sein Sohn Waschbären in illegalen Lebendfallen fangen und sie qualvoll in einem Wasserloch ertränken. Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Gießen gestellt und hofft nun auf eine gerechte Bestrafung der Waschbärenmörder.

Die Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbüros e.V. erhielten von einer aufmerksamen Bürgerin den Hinweis, dass ein benachbarter Bauer und sein Sohn regelmäßig auf Waschbärenjagd gehen. In den Lebendfallen lassen sie die Tiere einige Stunden vor sich hinvegetieren, bevor sie sie erbarmungslos in einer im Boden eingelassenen Badewanne versenken. Gefangen in der Falle ringen sie um ihr Leben, bevor sie elendig im Wasser verenden. Ein Zeuge konnte den Vorfall am Ende Juli beobachten, wurde jedoch daran gehindert einzugreifen. Die Waschbärenmutter konnte später nur noch tot geborgen werden.

Dank des Zeugen und dem Engagement der Tierschützerin kann das Deutsche Tierschutzbüro Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Gießen stellen. Laut Tierschutzgesetz ist es verboten ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten oder ihm Leid zu zufügen. Bei einer Verurteilung droht ein Freiheitsentzug bis zu 3 Jahren. In diesem Fall kommen zusätzlich Verstöße gegen das Jagdgesetz hinzu, da es sich um eine illegale Falle und die Jagd in einem befriedeten Gebiet handelt. Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. zählt auf eine gerechte Bestrafung der beiden Waschbärenmörder.

Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. ist dankbar für die Unterstützung der beiden Tierfreunde. „Wir sind immer wieder auf die Hilfe von Privatpersonen angewiesen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen und Tierleid entdecken. Nur so können wir darauf aufmerksam machen und den Druck auf die Entscheidungsträger erhöhen. Das Tierschutzgesetz in Deutschland bedarf dringend einer Neuregelung.“ So Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros e.V..

01.09.2015:
Die Staatsanwaltschaft Gießen hat die Ermittlungen aufgenommen (Aktenzeichen 601 Js 27300/15).

Presseberichte:
19.08.2015, ffn
21.08.2015, Giessener Allgemeine
21.08.2015, Giessener Anzeiger
02.09.2015, BILD

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