Weltmilchtag 2018

Am 1. Juni ist jährlich der Weltmilchtag, der von der Milchindustrie ins Leben gerufen wurde, um für den Konsum von Milch zu werben. Die krassen Schattenseiten der Milchindustrie und der damit verbundenen Qual der Tiere wird dabei jedoch komplett ausgeblendet. Dabei sollte gerade darüber viel mehr informiert werden. Denn tagtäglich werden Millionen Kühe von ihren Kälbern getrennt, um dem Menschen Milch zu liefern. Die aktuellsten Statistiken sprechen von ungefähr 4,3 Millionen Milchkühen, die auf rund 75.000 landwirtschaftlichen Betrieben allein in Deutschland gehalten werden! Das schlimme ist: allein eine Million Kühe davon leben in ganzjähriger Anbindehaltung. Das heißt, dass sie dauerhaft fest angebunden sind, nur in eine Richtung gucken können und keinen wirklichen Kontakt zu Artgenossen haben. Mit diesen Tieren produziert die Milchindustrie im Jahr fast 33 Millionen Liter Milch im Jahr – das sind ca. 8000 Liter pro Kuh! Damit diese Mengen an Milch erzeugt werden können, passiert vor allem eins: Leid für die Tiere. Denn dahinter steckt eine körperliche Höchstleistung für die Milchkühe. Für die Produktion von nur einem Liter Milch fließen 500 Liter Blut durch das Euter einer Kuh. Wobei sich die Milchleistung einer Kuh in den letzten 30 Jahren auf bis zu 40-50 Liter am Tag nahezu verdoppelt hat.

Das Leiden der Milchkühe beginnt aber bereits sehr viel früher. Schon zum Teil nach nur wenigen Stunden werden Kalb und Muttertier getrennt, damit die Milch der Mutterkuh entnommen werden kann. Denn anders, als viele Menschen noch denken, gibt eine Kuh nicht immer Milch, sondern nur dann, wenn sie zuvor ein Kalb geboren hat. Wie auch beim Menschen, ist die Milch eigentlich und ausschließlich als Nahrung für ihr Kälbchen gedacht. Der Mensch und die Industrie finden jedoch immer einen Weg, um die Tiere trotzdem und auf diesem Weg auszubeuten. Die männlichen Artgenossen werden gemästet und nach meist langen Transportwegen in der Fleischindustrie verwertet und geschlachtet. Weiblichen Kühen steht das gleiche Schicksal wie ihren Müttern bevor, sie werden teilweise betäubungslos enthornt, gebären Kälber und produzieren Milch. Nach nur zwei bis fünf Jahren lässt ihre Milchleistung nach und auch ihr Weg führt in der Regel zur Schlachtbank. Und das, obwohl sie eigentlich eine Lebenserwartung von 20 Jahren haben könnten! Somit unterstützt man mit dem Konsum von Milch und Milchprodukten auch gleichzeitig die Fleischindustrie.

Und warum das alles? Die Milchindustrie und die dahinterstehende Lobby versucht, unter anderem auch mit dem Weltmilchtag, den Milchkonsum zu bewerben und als gesund und wichtig darzustellen. Dabei sind wir Menschen die einzigen Wesen, die auch nach dem Säuglingsalter noch Muttermilch zu uns nehmen – und dann auch noch von einem anderen Tier. Dabei merkt man vor allem an den immer steigenden Raten an Menschen mit Laktoseintoleranz, dass wir dafür natürlich gar nicht ausgelegt sind. Auch wird immer wieder über die gesundheitlichen Vorteile für Kinder, Jugendliche und Erwachsene diskutiert. Doch die in der Vergangenheit propagierten Vorteile werden nach und nach eher widerlegt – oder es stellt sich sogar das Gegenteil heraus! Denn dass Milchkonsum gesund und zwingend nötig ist, kann inzwischen zumindest widerlegt werden. Und eigentlich muss man gar nicht “verzichten” – inzwischen gibt es ein großes Angebot an tierleidfreien Alternativen – ob aus Soja, Getreide, Nüssen oder Hanf. Der Markt strotzt inzwischen vor pflanzlicher Milch, bei der für jeden Geschmack etwas dabei ist. Und das ganz ohne Tierleid!

Das können Sie tun!

Indem Sie auf Milch von Tieren verzichten, retten Sie Kühe, Schafe, Ziegen und andere vor den Qualen der Milchindustrie. Greifen Sie lieber zu einer leckeren pflanzlichen Alternative und bewahren Sie die Tiere vor den grausamen Bedingungen in der Milchindustrie und den Schlachthäusern. Unterstützen Sie uns mit einer Spende, damit wir uns weiterhin für mehr Tierrechte einsetzen können.