Zum internationalen Tag der Fische

Jährlich wird am 22. August der Tag  der Fische begangen. Mit diesem Aktionstag sollen Fische und ihr Schutz stärker in die Öffentlichkeit gerückt werden. Erst 2007 wurde der Tag eingeführt und schon daran kann man sehen, dass Fische oft bei der Diskussion um Tierrechte, Tierschutz und die Ausbeutung in der Nutztierindustrie oft untergehen. Dabei leiden Fische genauso wie andere Tiere auch – vor allem unter dem Handeln des Menschen.

Denn, entgegen oft vorgebrachter Entschuldigungen und Erklärungsversuche, können die weltweit lebenden etwa 30.00 Fischarten sehr wohl genauso Schmerz empfinden wie Säugetiere. Und dementsprechend leiden sie auch. Für viele Menschen wird der Konsum von Fisch mit einer romantisierten Vorstellung des Angelns verbunden. Denn wohingegen die Jagd als Hobby glücklicherweise häufiger kritisch hinterfragt wird, ist Angeln immer noch als harmloser Zeitvertreib verklärt. Dass das Angeln für den Fisch, in dessen Mundhöhle sich ein Haken reißt und welcher damit aus seinem natürlichen Lebensraum gerissen wird, jedoch kein Spaß ist, sollte klar sein. Denn nur, weil der Fisch nicht schreien kann, um seiner Qual Ausdruck zu verleihen, heißt das nicht, dass er sie nicht verspürt. Fische verfügen über sensorische Systeme und Hirnstrukturen, durch welche sie Schmerz, Angst und auch Stress wahrnehmen können. Dies ist inzwischen ganz klar wissenschaftlich bestätigt und kann auch an ihrem Verhalten bewiesen werden. Und nicht nur das: Fische leben in unterschiedlichen sozialen Systemen als Einzelgänger, in Paaren oder Gruppen. Sie haben komplexe Langzeitgedächtnisse und bauen Bezieheungen untereinander auf. Fische sind nicht nur schmerzempfindlich sondern komplex, intelligent und wollen am Ende auch nur eines: leidfrei Leben. Das ist schon mit Angeln nicht zu vereinbar. Doch der Mensch setzt diesbezüglich natürlich noch einen drauf.

Denn natürlich ist das private Angeln des Einzelnen nur ein minimaler Aspekt, der für Leid bei Fischen verantwortlich ist. Dieser ist aber nicht zu vergleichen mit dem, was der Mensch mit dem industriellen Fischfang verursacht. Denn natürlich muss die Nachfrage nach viel günstigem Fisch beim Konsumenten gestellt werden. Dafür werden pro Jahr ca. 93 Millionen Tonnen Meereslebewesen aus dem Wasser gefischt. Und als ob diese Zahl nicht schon absurd hoch genug wäre, entspricht dies jährlich 2,7 Billionen fühlende Wesen, die dabei ihr Leben lassen müssen! All das passiert entweder beim industriellen Fischfang oder bei der Fischzucht in Aquafarmen. Beides Praktiken, die nicht nur Tierleid verursachen, sondern auch ökologisch schwerwiegende Folgen haben. Beim Fischfang entsteht Beifang, der für den Markt nicht benötigt und daher wieder ins Meer geworfen wird – tot oder zumindest unter Stress und Angst versetzt. Außerdem führte die industrielle Fischerei zum enormen Rückgang der Fischbestände – der Großteil wird heute als überfischt bezeichnet! Und darunter leiden nicht nur die Fische selbst, sondern das gesamte Ökosystem.
Die so genannten Aquafarmen sind mindestens genauso problematisch. Die Tiere sind durch enge Haltung extrem viel Stress ausgesetzt, es besteht eine hohe Verletzungsgefahr und sie sind stark anfällig für Krankheiten. Und durch den Einsatz von Antibiotika, sowie durch die zurückgebliebene Fäkalien und Nahrungsrückstände, leiden die Umwelt und das Ökosystem enorm. Und das alles nur, um den stetig steigenden Wunsch des menschlichen Konsumenten nach Fisch gerecht zu werden. Man sieht: ob Schwein, Rind, Huhn, Schaf oder Fisch – sie alle leiden gleich unter dem menschlichen Konsumverhalten und dem Verzehr tierischer Produkte. Deshalb setzen wir uns weiter dafür ein, dass dies endlich aufhört!

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